Beim Datenaustausch fehlt vielen Unternehmen der Überblick
Aus diesen Problemen resultiert, dass viele Unternehmen große Schwierigkeiten haben, die Kontrolle über die Informationen zu behalten, die sie mit Kunden, Partnern und Lieferanten teilen. Vielfach fehlt ihnen sogar der Überblick, welche Informationen wie zum Beispiel Auftragsmengen, Preise, Konstruktionspläne oder Kundendaten sie mit ihren Partner austauschen beziehungsweise worauf diese Zugriff haben.
Folglich haben sie auch keinen Einfluss darauf, welchen Weg diese Informationen auf den verschiedenen Stationen entlang der Supply Chain nehmen und in wessen Hände sie gelangen.
Bildergalerie
Ähnlich verhält es sich mit Standards wie Service Level Agreements, Compliance-Richtlinien, Audits oder Risikobewertungen. Unternehmen können hierbei meist nur die oberste Ebene ihrer Supply-Chain-Verflechtungen kontrollieren.
Nachgelagerte Ebenen, wie zum Beispiel Kunden von Kunden oder Lieferanten von Lieferanten, bleiben außen vor. Die Risiken für geschäftskritische Informationen sind hier jedoch dieselben wie bei direkten Partnern.
Was also können Unternehmen für mehr Informationssicherheit in der Supply Chain tun? Zunächst müssen sie sich klarmachen: Mehr Sicherheit in der Supply Chain kann nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller miteinander verbundenen Partner – Kunden, Zwischenhändler, Lieferanten, Entwicklungspartner, Hersteller – erreicht werden.
Informationssicherheit ist dabei kein definierter, zu erreichender Status, sondern ein fortlaufender Prozess. Zudem sollten sie sich Klarheit verschaffen, welche Arten von Informationen es innerhalb des Unternehmens gibt. Das können zum Beispiel personalisierte Daten, geistiges Eigentum, betriebswirtschaftliche Informationen oder Verträge sein.