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Tool-Tipp: BleachBit Mehr Sicherheit und Speicherplatz mit BleachBit

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Mit der Open-Source-Software BleachBit lassen sich in Windows und Linux unnötige Dateien löschen. Das erhöht den verfügbaren Speicherplatz und verbessert die Privatsphäre. Auch ein Daten-Schredder ist dabei. In diesem Tool-Tipp zeigen wir, wie das Tool funktioniert.

In diesem Tool-Tipp zeigen wir, wie man mit dem Open-Source-Tool BleachBit unnötige Dateien löscht und dadurch mehr Speicherplatz gewinnt.
In diesem Tool-Tipp zeigen wir, wie man mit dem Open-Source-Tool BleachBit unnötige Dateien löscht und dadurch mehr Speicherplatz gewinnt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Mit BleachBit erhalten Anwender ein Open Source-Tool, das dabei hilft unnötige Dateien in Windows zu löschen. BleachBit hilft also dabei Speicherplatz in Windows und Linux freizugeben. Da viele private Daten auch in Dateien gespeichert werden, die Anwender meistens nicht kennen, kann ein Tool wie BleachBit dabei helfen den Datenschutz zu verbessern.

Wie man mit dem Open-Source-Tool BleachBit unnötige Dateien löscht und dadurch mehr Speicherplatz gewinnt, zeigen wir im Tool-Tipp-Video und in der Bildergalerie.

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Windows und Linux bereinigen

BleachBit gibt den Cache frei, löscht Cookies und den Internetverlauf. Auch temporäre Dateien werden an verschiedenen Stellen gelöscht. Das gilt auch für Protokolle und Dateien, die sensible Daten speichern.

Neben diesen Dateien für Linux- und Windows-Systeme, reinigt BleachBit auch temporäre Dateien, Cache und Protokolle von zahlreichen Anwendungen, die auf den Linux- oder Windows-Computern installiert sind. Dazu gehören auch Firefox, Adobe Flash, Google Chrome, Opera und andere Anwendungen.

BleachBit kann auch dabei helfen Dateien so zu löschen, dass keine Wiederherstellung mehr möglich ist. Das Tool kann in Windows oder Linux installiert werden, funktioniert aber auch als portable Lösung.

Mehr Anwendungen integrieren - Winapp2.ini

Bei der Datei „Winapp2.ini“ handelt es sich um eine Erweiterung für Reinigungsprogramme, die hunderte weitere Bereinigungsregeln integriert. Die Datei wird ständig weiter entwickelt, sodass mittlerweile auch „Winapp3.ini“ zur Verfügung steht.

Die Datei kann über die Optionen automatisch integriert werden, aber auch manuell in BleachBit importiert werden. Dazu wird die Datei in das Verzeichnis „C:\Users\<Benutzername>\­AppData\­Roaming\­BleachBit\Cleaners\“ kopiert und BleachBit neu gestartet.

BleachBit in der Praxis

Um BleachBit zu nutzen, kann die Installationsdatei in Windows oder Linux heruntergeladen werden. Das Tool ist durchaus auch im professionellen Umfeld nutzbar. Wer sich tiefgehender mit den Möglichkeiten auseinandersetzen will, sollte sich die Dokumentation genauer ansehen. Hier wird beschrieben, wie das Tool auch über die Befehlszeile in Windows oder das Terminal in Linux bedient werden kann. So lassen sich Reinigungen zum Beispiel auch über Skripte durchführen.

Funktioniert BleachBit nicht richtig, stellen die Entwickler auch ein Debugging-Terminal zur Verfügung. Das Forum hilft dabei mit anderen Benutzern von BleachBit in Kontakt zu treten und sich bezüglich der Bedienung und der Möglichkeiten auszutauschen.

Wie man mit dem Open-Source-Tool BleachBit unnötige Dateien löscht und dadurch mehr Speicherplatz gewinnt, zeigen wir im Tool-Tipp-Video und in der Bildergalerie.

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BleachBit konfigurieren

Nach dem Start von BleachBit steht die sehr einfache Oberfläche zur Verfügung. Links sind die Programme und Bereiche zu sehen, die durch BleachBit bereinigt werden können. Im oberen Bereich gibt es vier Icons. Das linke Icon öffnet das BleachBit-Menü. Hierüber sind zum Beispiel die Einstellungen zu finden, oder die Möglichkeiten Dateien und Ordner zu schreddern. Das zweite Symbol (Lupe) zeigt die Dateien an, die das Tool löscht, wenn die aktuellen Einstellungen umgesetzt werden.

Das dritte Symbol (Besen) führt die Bereinigung auf Basis der Einstellungen durch. Dazu muss auf der linken Seite der Bereich aktiviert werden, der bereinigt werden soll, zum Beispiel „Anwendungen“ und „Microsoft Windows“. Wer die Menüs aufklappt, kann auch nur Teilbereiche löschen lassen. Sind bei dem Löschvorgang sensible Daten betroffen, oder besteht die Gefahr, dass Daten gelöscht werden, die Anwender noch benötigen, erscheint ein Warnhinweis. Nach der Aktivierung zeigt das Tool auch neben dem jeweiligen Bereich an, wie viel Speicherplatz freigegeben wird. Sobald das Besen-Icon angeklickt wurde, beginnt der Reinigungsvorgang. Die Dauer der Reinigung wird auf der rechten Seiten im oberen Bereich angezeigt.

Mit dem roten Symbol kann ein Bereinigungsvorgang unterbrochen werden. In diesem Fall werden keine weiteren Dateien mehr gelöscht. Die bereits gelöschten Dateien sind aber gelöscht und lassen sich nicht mehr wiederherstellen, zumindest nicht durch BleachBit.

Wer BleachBit in der Konsole nutzen will, kann mit „bleachbit_console /?“ alle Optionen anzeigen, die in der Befehlszeile oder dem Terminal genutzt werden können. Durch die Einarbeitung in die Möglichkeiten der Konsole lassen sich zum Beispiel auch Skripte erstellen, die bestimmte Daten automatisch beim Starten eines Rechners oder dem Aufrufen eines Skriptes bereinigen.

Achtung: BleachBit führt keine Sicherung durch. Die gelöschten Daten lassen sich nach dem Löschvorgang nur schwer bis gar nicht wiederherstellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vorher also den kompletten Rechner sicher und erst danach die Bereinigung durchführen.

Wie man mit dem Open-Source-Tool BleachBit unnötige Dateien löscht und dadurch mehr Speicherplatz gewinnt, zeigen wir im Tool-Tipp-Video und in der Bildergalerie.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist