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Evolution des Client Lifecycle Management Mobile Device Management alleine reicht nicht!

| Autor / Redakteur: Martin Kuppinger / Peter Schmitz

Mobile Device Management (MDM) boomt zur Zeit. Vor der Investition in entsprechende Tools sollte man sich aber die Frage stellen, ob sie die richtige Antwort auf die Herausforderungen rund um Bring Your Own Device (BYOD) ist.

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Bei Mobile Device Management geht es nicht immer nur um Smartphones und Tablets, sondern auch um Notebooks und PCs mit "klassischen" Betriebssystemen wie Windows 7. MDM ist aber nur eine Punktlösung, die Zukunft sind Client Lifecycle Management Tools.
Bei Mobile Device Management geht es nicht immer nur um Smartphones und Tablets, sondern auch um Notebooks und PCs mit "klassischen" Betriebssystemen wie Windows 7. MDM ist aber nur eine Punktlösung, die Zukunft sind Client Lifecycle Management Tools.
(Bild: S.Khackimullin, Fotolia.com)

Mobile Device Management (MDM) Tools sind Lösungen, mit denen man mobile Endgeräte verwalten kann. Der Erfolg dieser Applikationen ist nicht überraschend, weil immer mehr mobile Endgeräte im Unternehmenskontext eingesetzt werden. Vor der Investition in MDM sollte man sich aber die Frage stellen, ob solche Tools die richtige und eine ausreichende Antwort auf die Herausforderungen rund um BYOD (Bring Your Own Device) sind.

Diese Frage führt zur nächsten Frage: Was ist eigentlich die Herausforderung? BYOD ist zwar ein populäres Schlagwort, hat aber mit der Realität oft nicht allzu viel zu tun. Einerseits erlauben viele Unternehmen eben kein BYOD, sondern stellen „nur“ eine breitere Palette an mobilen Endgeräten für die Nutzung durch ihre Mitarbeiter bereit.

Diese auch als COD (Corporate Owned Device) oder COPE (Corporate Owned, Personally Enabled) bezeichneten Varianten unterscheiden sich insbesondere bezüglich der rechtlichen und damit technischen Steuerungsmöglichkeiten für mobile Endgeräte doch recht stark von „echtem“ BYOD, bei dem Mitarbeiter eben ihr privat erworbenes Gerät der Wahl nutzen können.

Es geht aber nicht nur um die Frage, wer welche Geräte besitzt. Es geht auch um die Frage, welche Geräte eigentlich verwaltet werden müssen. Mitarbeiter nutzen ja nicht nur mobile Endgeräte, sondern auch Notebooks oder PCs mit „klassischen“ Betriebssystemen wie Windows 7.

Sie könnten aber auch mit dem privaten Notebook oder gar einem PC im Home Office arbeiten – ein eigenes Device, mit dem auf Unternehmensinformationen zugegriffen wird, aber ohne ein „mobiles“ Betriebssystem und noch nicht mal mobil. Und was ist mit dem Zugriff von einem PC in einem Internet-Café, wenn der Mitarbeiter im Urlaub oder auf einer Geschäftsreise kurz mal was erledigen muss und kein anderes mit dem Internet verbundenes Gerät (Roaming-Kosten!) zur Hand ist?

Mobilität von Mitarbeitern bedeutet nicht, dass diese nur noch mit eigenen mobilen Endgeräten im Sinne von Smartphones und Tablet-PCs auf unternehmensinterne IT-Systeme zugreifen.

Man kann noch einen Schritt weitergehen, denn es sind ja nicht nur die Mitarbeiter, die auf diese unternehmensinternen IT-Systeme zugreifen – oder auch auf Systeme, die in der Cloud gehostet werden. Auch Externe oder Kunden greifen mit unterschiedlichsten Systemen zu.

BYOD ist nur eine Facette einer größeren Herausforderung: Es gibt immer mehr Benutzer, die mit unterschiedlichsten Geräten auf Informationen und Informationssysteme der Unternehmen zugreifen, die in unterschiedlichen Modellen – von on-premise bis zur public cloud – betrieben werden. Die dadurch entstehenden Risiken müssen minimiert werden. Es geht um Informationssicherheit in einem offenen und damit komplexeren Umfeld.

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