Das Smartphone im Unternehmen

Mobile Devices – Risiken und Chancen für IT-Sicherheit und Datenschutz

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Der User – gefährlich UND gefährdet

Beim Einsatz von Smartphones sind besondere Datenschutzaspekte zu beachten. Über die SIM-Kartennummer oder die Gerätenummer ist es möglich, Smartphones über GPS zu lokalisieren und sogar fernzusteuern – beispielsweise ließen sich Mikrofon oder Kamera aktivieren.

Diese technischen Möglichkeiten sind in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll, z.B. für die Lokalisierung gestohlener Geräte. Wenn sie allerdings durch den Arbeitgeber oder Dritte missbraucht werden, kann es zu erheblichen Verletzungen der Privatsphäre und zu Verstößen gegen den Datenschutz kommen. Denkbar sind beispielweise das Erstellen von Bewegungsprofilen ohne Zustimmung der User, Leistungskontrolle oder der Zugriff auf private Daten.

Es werden daher Regelungen benötigt, die festlegen, unter welchen Bedingungen Fernzugriffe auf Smartphones durch den Arbeitgeber oder ggf. Dritte erlaubt sind. Basierend auf diesen Regelungen sind dann organisatorische und technische Maßnahmen zu treffen, die für die Einhaltung der Privatsphäre und des Datenschutzes des Users notwenig sind.

Unabhängig davon empfiehlt es sich, dass Unternehmen die Anzahl und Vielfalt der eingesetzten Smartphone-Typen sehr stark einschränken. Auf diese Weise hält sich der anfallende Management-Aufwand in Grenzen.

Sicherheitsrisiko Mensch

Einer der größten Risikofaktoren im Umgang mit Technik ist und bleibt weiterhin der Mensch. Das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter sollte daher für den Einsatz von Smartphones speziell geschult werden. Bereits absolvierte Schulungen zum Thema IT-Sicherheit reichen dabei nicht aus. Aspekte wie der kritische Umgang mit Apps, Achtsamkeit beim Surfen im Internet und physische Kontrolle über das Gerät – z.B. kein versehentliches Liegenlassen – spielen eine sehr wichtige Rolle.

Wenn Mitarbeiter unverschlüsselte WLAN- oder Bluetooth-Verbindungen nutzen, kann dies zur unbefugten Einsichtnahme von Geschäftsdaten durch Dritte führen. Aus diesem Grund ist eine verschlüsselte VPN-Verbindung zum Firmennetzwerk standardmäßig vorzusehen. Entsprechende VPN-Lösungen sind für die gängigen Smartphones verfügbar. Darüber hinaus sind die Konfigurationsmöglichkeiten der Smartphone-Betriebssysteme je nach Hersteller im Hinblick auf die Rechtevergabe und Zugriffskontrolle beschränkt.

Darum können Unternehmen die Rechte der User nicht ausreichend einschränken und Sicherheitseinstellungen wie Browser Settings oder Rechte zur Installation von Apps technisch nicht erzwingen. Die Sicherheitseinstellungen sollten also vor dem Zugriff in das Firmennetzwerk überprüft und ggf. korrigiert werden, bevor ein Smartphone eine Verbindung zu internen IT-Systemen aufbauen kann (Health Check, Entfernen von nicht vertrauenswürdigen Apps).

Inhalt

  • Seite 1: Das Smartphone im Unternehmen
  • Seite 2: Sicherheitsrisiko App
  • Seite 3: Der User – gefährlich UND gefährdet
  • Seite 4: Das Smartphone als Sicherheitsfaktor

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