Das Smartphone im Unternehmen

Mobile Devices – Risiken und Chancen für IT-Sicherheit und Datenschutz

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Sicherheitsrisiko App

Apps erfreuen sich wachsender Beliebtheit, stellen aber gleichzeitig ein großes Sicherheitsrisiko dar. Installiert ein User eine falsche App, dann könnte diese unbemerkt auf Daten wie das Adressbuch oder Geräteinformationen wie den Standort zugreifen. Bösartige Apps lassen sich sogar über scheinbar sichere Quellen wie den Android Market verbreiten.

Die Integrität von Apps lässt sich mithilfe von Code-Signaturen prüfen. Basierend auf dieser Methode sollten Unternehmen eine Reihe vertrauenswürdiger Signatur-Instanzen festlegen und die Installation aller anderen Apps – zumindest durch eine organisatorische Regelung – für den User untersagen.

Ein weiteres Risiko besteht in der Nutzung sozialer Netzwerke über das Firmen-Smartphone. Das kann dazu führen, dass Positionsdaten und geschäftliche Kontaktdaten anderen Mitgliedern oder gar dem ganzen Netzwerk, also auch dem Wettbewerb, zugänglich gemacht werden.

Wenn die Unternehmens-Policy die Nutzung sozialer Netzwerke erlaubt, sollten klare Regelungen hinsichtlich der zulässigen Nutzung festgelegt werden, auf die sich der Mitarbeiter verpflichten muss. Gerade die steigende Frequentierung von sozialen Netzwerken und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken werden häufig unterschätzt.

Unerwünschte Eindringlinge

Schadsoftware wie Viren, Würmer und Trojaner sind derzeit für Smartphones noch weniger verbreitet. Aufgrund der immer größer werdenden Beliebtheit von mobilen Geräten ist zu erwarten, dass die Verbreitung von maliziösem Code ansteigen wird.

Für einige Smartphone-Betriebssysteme gibt es bereits Virenschutzlösungen diverser Hersteller. Die Funktionen und der Wirkungsgrad sind jedoch stark vom Betriebssystem abhängig. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei der Integration von Smartphones in die Unternehmensinfrastruktur darauf zu achten, ob und welche Funktionen zur Virenabwehr für das Betriebssystem des jeweiligen Geräts zur Verfügung stehen.

Ebenso können Smartphones gehackt werden. Das wird auch dadurch begünstigt, dass die Sicherheitslücken, die in Smartphone-Betriebssystemen entdeckt werden, sich (noch) nicht so kurzfristig beheben lassen, wie es mittlerweile bei Laptops zum Standard geworden ist.

Das Zeitfenster von der Entdeckung einer Schwachstelle bis hin zur Bereitstellung eines Patches ist häufig deutlich länger. In dieser Zeit muss das Unternehmen bzw. der User mit der Schwachstelle und den damit verbundenen Risiken leben oder sofern machbar Work-Arounds anwenden.

Inhalt

  • Seite 1: Das Smartphone im Unternehmen
  • Seite 2: Sicherheitsrisiko App
  • Seite 3: Der User – gefährlich UND gefährdet
  • Seite 4: Das Smartphone als Sicherheitsfaktor

(ID:2051341)