Verizon Mobile Security Index 2024 IoT und mobile Geräte im Visier von Cyberkriminellen

Ein Gastbeitrag von Arno Edelmann 2 min Lesedauer

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Die zunehmende Nutzung von mobilen Geräten und IoT-Technologien stellt kritische Infrastrukturen vor erhebliche Sicherheitsrisiken. Laut dem Verizon Mobile Security Index 2024 haben 53 Prozent der Unternehmen bereits Sicherheitsvorfälle erlebt. Firmen müssen dringend auf moderne Sicherheitsstrategien, KI-basierte Abwehrsysteme und Zero Trust setzen.

Die zunehmende Nutzung von IoT und mobilen Geräten in kritischen Infrastrukturen erfordert dringend modernisierte Sicherheitsstrategien und KI-basierte Abwehrmaßnahmen gegen steigende Cyberbedrohungen.(Bild:  greenbutterfly - stock.adobe.com)
Die zunehmende Nutzung von IoT und mobilen Geräten in kritischen Infrastrukturen erfordert dringend modernisierte Sicherheitsstrategien und KI-basierte Abwehrmaßnahmen gegen steigende Cyberbedrohungen.
(Bild: greenbutterfly - stock.adobe.com)

Die fortschreitende Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von mobilen Endgeräten und Internet of Things (IoT)-Technologien revolutionieren die Arbeitswelt und die Industrielandschaft. Insbesondere in kritischen Infrastrukturen, in denen die Sicherheit von Daten und Systemen von höchster Bedeutung ist, führt diese Entwicklung jedoch zu wachsenden Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit, wie der aktuelle Verizon Mobile Security Index (MSI) 2024 zeigt.

Herausforderungen durch die Zunahme mobiler und IoT-Geräte

95 Prozent der befragten Unternehmen setzen IoT-Geräte aktiv ein. Die damit verbundenen Effizienz- und Innovationspotenziale sind zweifellos beachtlich. Allerdings sind mit der Nutzung von IoT-Geräten auch erhebliche Sicherheitsrisiken verbunden. In Sektoren mit kritischer Infrastruktur, in denen 96 Prozent der Unternehmen IoT-Geräte einsetzen, haben 53 Prozent bereits signifikante Sicherheitsvorfälle mit Datenverlust oder Systemausfällen erlebt.

Eine Verbesserung der bestehenden Sicherheitskonzepte ist unerlässlich, da knapp ein Drittel der Befragten keine ganzheitliche Überwachung aller IoT-Geräte in ihrem Unternehmen hat. Zudem verlassen sich 46 Prozent der befragten Unternehmen in kritischen Infrastrukturen nach wie vor auf manuelle Audits, um die Verschlüsselung von IoT-Geräten zu überprüfen. Die bisherigen veralteten Methoden reichen jedoch nicht mehr aus, um den komplexen Bedrohungen der heutigen Cyberwelt standzuhalten. Dennoch haben viele Unternehmen bereits reagiert und 89 Prozent planen, ihre Investitionen in mobile Sicherheitslösungen weiter zu steigern. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit moderner Sicherheitsstrategien wächst.

Aufkommende KI-Bedrohungen und entsprechende Abwehrmaßnahmen

Neben diesen Herausforderungen stellen insbesondere auch KI-gestützte Angriffe eine signifikante Bedrohung dar. 77 Prozent der Befragten erwarten, dass Angriffe wie Deepfakes und SMS-Phishing in naher Zukunft erfolgreich sein werden. Gleichzeitig erkennen 88 Prozent der Befragten aus dem Bereich der kritischen Infrastrukturen die Bedeutung von KI-basierten Cybersicherheitslösungen an.

Unternehmen müssen neben klassischen Sicherheitslösungen auch moderne Technologien einsetzen, um gegen zukünftige Bedrohungen gewappnet zu sein. Dazu gehören umfassende Sicherheitskonzepte wie Zero Trust und das Cybersecurity Framework (CSF) 2.0 des National Institute of Standards and Technology (NIST). Zudem sollten sie regulatorische Vorgaben wie die NIS2-Richtlinie der EU erfüllen.

Darüber hinaus erfordert das Wachstum des Industrial Internet of Things (IIoT) eine neue Herangehensweise an die Cybersicherheit. Mit der Integration von Sensoren und spezialisierten Geräten in Unternehmensnetzwerke wird die Sicherheitslandschaft immer komplexer. Es ist daher unerlässlich, nicht nur traditionelle IT-Systeme zu sichern, sondern auch auf die spezifischen Anforderungen des IIoT zu berücksichtigen.

Fazit

Der Verizon Mobile Security Index 2024 belegt, dass die Sicherheit von Mobil- und IoT-Geräten eine zentrale Herausforderung für Unternehmen darstellt, insbesondere in kritischen Infrastrukturen. Veraltete Sicherheitsmaßnahmen und unzureichende Überwachungsstrategien verschärfen diese Risiken weiter.

Unternehmen sind daher gefordert, ihre Sicherheitsstrategien zu modernisieren und an die aktuellen Bedrohungen anzupassen. Dazu gehören die Implementierung fortschrittlicher Sicherheitskonzepte, der Einsatz von KI-basierten Abwehrlösungen und die kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter.

Über den Autor: Arno Edelmann leitet das Security-Geschäft für Verizon in Mitteleuropa.

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