Ein Zero-Trust-Ansatz, Automatisierung und KI-Unterstützung sind heute unverzichtbar, um die wachsenden Cyber-Bedrohungen zu managen. Aber wie baut man eine moderne Sicherheitsarchitektur am besten auf? Wer dabei komplett auf Microsoft-Lösungen setzt, spart Kosten. Unternehmen können die Cloud-native SIEM-Plattform Sentinel aber auch in eine Multi-Vendor-Strategie integrieren.
Microsoft zählt mittlerweile zu den führenden Security-Herstellern und wer ausschließlich auf Microsoft-Lösungen setzt, kann auch Kosten sparen.
(Bild: ihorvsn - stock.adobe.com)
Die Bedrohungslage im Cyberraum ist so angespannt wie nie zuvor, so der aktuelle BSI-Lagebericht. Während Cyberkriminelle ihre Tools und Techniken ständig weiterentwickeln, brauchen Security-Teams ebenbürtige, moderne Technologie, die mit der Veränderung Schritt hält und den neuen Herausforderungen gewachsen ist. Dabei gilt es, ein Zero-Trust-Konzept umzusetzen und Modern Security Operations (SecOps) zu etablieren.
Zero Trust bedeutet: Vertraue niemandem und gehe immer davon aus, dass bereits ein Einbruch stattgefunden hat. Daher muss sich jeder Anwender und jedes System vor einem Zugriff ausweisen und erhält nur die Berechtigungen, die er bzw. es unbedingt braucht. Zentrale Bestandteile eines Zero-Trust-Ansatzes sind Identitäts- und Access-Management (IAM), Multifaktor-Authentifizierung (MFA), ein „Least Privilege Access“-Rechtekonzept, Netzwerksegmentierung und die kontinuierliche Überwachung der gesamten IT-Infrastruktur.
Außerdem ist es wichtig, Security-Prozesse zu beschleunigen und zu automatisieren, um Mitarbeiter zu entlasten und die Bedrohungserkennung zu verbessern. Nur so sind Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels und der wachsenden Datenflut noch in der Lage, die steigenden Security-Anforderungen zu meistern. Hier kommt Modern SecOps ins Spiel. Dieser Ansatz setzt auf Security-Lösungen wie SIEM (Security Information and Event Management), SOAR (Security Orchestration, Automation and Response) und XDR-Technologie (Extended Detection and Response). Auch KI-Unterstützung spielt eine wichtige Rolle. In einem SIEM laufen die Daten aller angeschlossenen Quellen aus der IT-Umgebung zusammen. Eine SOAR-Plattform kann die Zusammenarbeit von Sicherheits-Tools orchestrieren sowie Analysen und Reaktionen automatisieren. XDR ermöglicht es, Informationen aus verschiedenen Quellen vektorübergreifend zu korrelieren, zu analysieren und Angriffszusammenhänge darzustellen.
Microsoft zählt mittlerweile zu den führenden Security-Herstellern und bietet leistungsfähige Lösungen, um Data Security sowie Modern SecOps auf Basis von Zero Trust zu etablieren. Auch die regulatorischen Anforderungen der NIS2-Direktive, von der wichtige und besonders wichtige Einrichtungen sowie KRITIS-Organisationen betroffen sind, lassen sich vollumfänglich mit Microsoft Security abdecken. Für Unternehmen, die ohnehin Microsoft 365 nutzen, bietet sich eine Security-Infrastruktur auf Microsoft-Basis an, weil sie dadurch Kostenvorteile erzielen und ein nahtloser Datenfluss gewährleistet ist. Die Security-Lösungen arbeiten reibungslos zusammen und sind eng in M365 integriert.
Als zentrale Plattform fungiert Microsoft Sentinel, eine Cloud-native SIEM-Lösung, die auch SOAR und XDR-Funktionalität vereint. Hier laufen die Sicherheitsereignisse aus allen Bereichen der IT-Umgebung zusammen, werden KI-gestützt analysiert und korreliert. Für Endpunkt-, Netzwerk-, Office-, Cloud- und Cloud-App-Security sorgen verschiedene Defender-Lösungen. Microsoft Entra (ehemals Azure Active Directory) stellt mit IAM und MFA sicher, dass nur vertrauenswürdige Benutzer auf Ressourcen zugreifen. Um Geräte, Identitäten und Apps zu verwalten, kommt Microsoft Intune zum Einsatz, während Microsoft Purview für Datensicherheit und Data Governance zuständig ist.
Unternehmen können – müssen aber nicht alles aus einer Hand beziehen. Denn Microsoft hat sein Flaggschiff Sentinel auch für Drittanbieter geöffnet. Über Konnektoren lassen sich die Security-Lösungen anderer Hersteller an die SIEM-Plattform anbinden, sodass die Daten dort zentral zusammenfließen und verarbeitet werden können. Mehr als 150 solcher Konnektoren hat Microsoft bereits integriert, zum Beispiel zu Produkten von Cisco, Cortex, Fortinet, Google, Okta, Palo Alto, Rubrik, Sophos oder Trend Micro. Voraussetzung ist, dass die Partner hohe Security-Standards erfüllen. Microsoft hat mit dieser Öffnung einen Strategiewechsel vollzogen und will gemeinsam mit anderen renommierten Herstellern die bestmögliche Sicherheit für Kunden erzielen. Unternehmen gewinnen dadurch mehr Wahlfreiheit und können Microsoft Sentinel auch in eine Drittanbieter-Infrastruktur integrieren. Ob alles aus einer Hand oder lieber Best of Breed: Beide Strategien haben ihre Vorteile.
Stand: 08.12.2025
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Wer ausschließlich auf Microsoft-Lösungen setzt, spart Kosten. Denn Microsoft bietet sogenannte Hybrid Benefits: Für Kunden mit einem E5-Plan von M365 ist zum Beispiel die Einspeisung der Nutzer- und Entitätsverhaltensdaten (User and Entity Behavior Analytics, UEBA) in Sentinel kostenlos. Für die Verarbeitung der UEBA-Daten anderer Hersteller fallen dagegen Gebühren an.
Dazu kommt, dass im E5-Plan bereits zahlreiche Microsoft-Security-Lizenzen integriert sind, darunter Defender for Endpoint, Defender for Identity, Defender for Office, Defender for Cloud Apps, Entra ID, Purview und Intune. Warum also für etwas extra zahlen, das man auch als Inklusivleistung im Paket erhält? Für Kunden, die ohnehin M365 einsetzen, kann es günstiger sein, einen alten E3-Plan durch einen E5-Plan abzulösen und die bestehende Security-Landschaft zu konsolidieren. Alles aus einer Hand zu beziehen vereinfacht außerdem das Security-Management und garantiert, dass die Security-Lösungen reibungslos zusammenarbeiten.
Es gibt aber auch Argumente, die dafürsprechen, Sentinel mit Security-Lösungen von Drittanbietern zu nutzen. Viele Unternehmen möchten sich lieber nicht von einem einzigen Hersteller abhängig machen, um Vendor-Lock-in zu vermeiden und Risiken besser zu verteilen. Indem sie die Produkte verschiedener Anbieter in ihrer Security-Infrastruktur kombinieren, können sie die jeweils beste Lösung für eine Disziplin auswählen. Voraussetzung ist allerdings, dass die verschiedenen Tools nahtlos zusammenarbeiten. Dies gilt es im Vorfeld genau zu prüfen. Auch die Kompetenzen und Vorlieben im Team sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Wer bereits erfolgreich Endpunkt- oder Netzwerk-Security-Lösungen eines renommierten anderen Herstellers einsetzt und dort Know-how aufgebaut hat, muss nicht unbedingt auf Microsoft Defender umsteigen. In solchen Fällen kann es besser sein, die bewährten Tools weiterhin zu nutzen und Sentinel als übergeordnete Plattform anzubinden.
Welche Strategie am besten geeignet ist, hängt immer von den individuellen Voraussetzungen und Zielen des Unternehmens ab. Daher ist es empfehlenswert, sich von einem Spezialisten beraten zu lassen, der auf Basis eines sorgfältigen Assessments einen strategischen Plan für die Modernisierung der Security-Infrastruktur entwickelt. Es lohnt sich, einen Dienstleister zu wählen, der als Microsoft Cybersecurity Investment Partner (CSI) ausgezeichnet ist. Partner mit diesem Status verfügen nicht nur über nachweisbare, geprüfte Expertise in Microsoft Security, sondern können auch finanzielle Vorteile bieten. Außerdem kennen die Spezialisten sich mit den Funding-Möglichkeiten und der Lizenzlandschaft bei Microsoft aus. So finden Unternehmen die beste Lösung für ihre Anforderungen und können bares Geld sparen. Ergänzende Managed Services helfen dabei, eine sichere und moderne IT-Landschaft mit geringem Eigenaufwand umzusetzen und dabei Regularien und Vorgaben einzuhalten.
Über den Autor: Ilker Yildiz, mehrfach zertifizierter Multi-Cloud-Lösungsberater, verstärkt seit 2021 das Team von SoftwareOne und verantwortet unter anderem das Microsoft Cybersecurity Investment Programm in der DACH-Region.