Root-Zugriff und Command Injection möglich Industrielle Moxa-Netzwerke angreifbar

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Der Hersteller Moxa warnt vor zwei gefährlichen Sicherheitslücken in seinen Routern und Netzwerkgeräten, eine davon können sogar nicht authentifizierte Cyberakteure aus der Ferne ausnutzen. Wie Sie alle Patches erhalten, lesen Sie hier.

Zwei Sicherheitslücken in Produkten von Moxa ermöglichen Cyberkriminellen, Root-Zugriff zu erhalten und schädliche Befehle einzugeben.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Zwei Sicherheitslücken in Produkten von Moxa ermöglichen Cyberkriminellen, Root-Zugriff zu erhalten und schädliche Befehle einzugeben.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Schon lange sind neben Unternehmensnetzwerken auch industrielle Netzwerke Ziele von Cyberangriffe. Betroffen sind sowohl Ethernet- und Bus-Systeme wie auch Anwendungen zur Maschinenkommunikation, Steuerung und Datenübertragung in Produktionsumgebungen. Können Cyberkriminelle diese Systeme angreifen, wirkt sich das auf kritische Infrastrukturen der Energie, der Fertigung, des Transports und der Wasserwirtschaft aus.

Kritische Sicherheitslücken in Routern von Moxa

Ein etablierter Hersteller für industrielle Netzwerk-, Computer- und Automatisierungslösungen ist Moxa. Das taiwanische Unternehmen hat sich auf Konnektivität spezialisiert und stellt industrielle Ethernet-Switches, Geräte-Server, industrielle Computer, Gateways und Router her, die in verschiedenen Branchen wie Transportwesen, Energiewirtschaft, Fertigung und bei der Marine eingesetzt werden.

In den Mobilfunk-Routern und Netzwerksicherheitsgeräten meldet Moxa nun zwei Sicherheitslücken, die Anwender dringend schließen sollten. Die Sicherheitslücke CVE-2024-9140 beschreibt eine OS-Befehlseinschleusung. Sie ermöglicht es Cyberangreifern, Sonderzeichen auszunutzen, um Eingabebeschränkungen zu umgehen und so unbefugte Befehle auszuführen. Die Schwachstelle ist mit einem CVSS 3.1 von 9.8 besonders gefährlich, da sich ein Cyberangreifer nicht authentifizieren muss, um sie auszunutzen.

Außerdem warnt Moxa vor der Sicherheitslücke CVE-2024-9138, die einen CVSS 4.0 von 8.6 hat. Sie betrifft fest codierte Anmeldeinformationen, die es einem authentifizierten Angreifer ermöglichen könnten, seine Privilegien zu erweitern und Root-Zugriff auf das System zu erhalten. Dies könnte dazu führen, dass er System kompromittiert, Änderungen vornimmt, Daten einsieht und entfernt oder Dienste unterbricht.

Moxa hat in seiner Warnmeldung eine Übersicht der betroffenen Produkte sowie ihrem Sicherheitsupdate veröffentlicht:

Betroffenes Produkt Patch
EDR-810-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
EDR-8010-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
EDR-G902-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
EDR-G903-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
EDR-G9004-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
EDR-G9010-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
EDR-G1002-BP-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher
NAT-102-Serie Ein Patch ist noch nicht verfügbar, Moxa verweist auf die Abhilfemaßnahmen.
NOnCell G4302-LTE4-Serie Anwender erhalten den Patch direkt vom Moxa-Support.
NTN-4900-Serie Firmware-Version 3.14 oder höher

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