DDoS Threat Intelligence Report von Netscout NoName057(16) treibt Zahl der DDoS-Angriffe in die Höhe

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Netscout registrierte in der ersten Jahreshälfte 2025 über acht Millionen DDoS-Attacken weltweit, davon 3,2 Millionen. in EMEA. Besonders aktiv ist nach wie vor die Gruppe NoName057(16).

Der Netscout-Report zeigt, dass DDoS-Angriffe 2025 stark zunehmen und Gruppen wie NoName057(16) mit automatisierten Methoden eine zentrale Rolle spielen.(© Bits and Splits – stock.adobe.com)
Der Netscout-Report zeigt, dass DDoS-Angriffe 2025 stark zunehmen und Gruppen wie NoName057(16) mit automatisierten Methoden eine zentrale Rolle spielen.
(© Bits and Splits – stock.adobe.com)

Der Netzwerkanalyse-Spezialist Netscout hat nach eigenen Angaben in der ersten Jahres­hälfte 2025 mehr als acht Millionen Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) weltweit überwacht. Davon fanden mehr als 3,2 Millionen in der EMEA-Region statt. Welche Akteure hinter den Attacken stecken und welche Risiken sich für Unternehmen daraus ergeben, erläutert Netscout im „DDoS Threat Intelligence Report“.

Massives Volumen von DDoS-Angriffen

Im Untersuchungszeitraum von Netscout zeigte sich, dass über 50 DDoS-Angriffe eine Band­breite von mehr als ein Terabit pro Sekunde (Tbps) hatten. Der Spitzenwert lag bei 3,2 Tbps und wurde bei einer Attacke in den Niederlanden vernommen. Zudem beobachteten die Experten mehrere Angriffe mit extrem hohem Datenvolumen in Gigapaketen pro Sekunde (Gpps), da­run­ter ein Angriff in den USA mit 1,5 Gpps. Vor allem im März erreichten die Attacken eine neue Schlagkraft: Täglich kam es zu mehr als 880 Bot-gesteuerten Distributed-Denial-of-Service-Angriffen. Der Höchstwert lag bei 1.600 Vorfällen, wobei die Angriffsdauer auf durchschnittlich 18 Minuten anstieg.

NoName057(16) führt die meisten Angriffe durch

Unter den DDoS-Akteuren dominiert derzeit die hacktivistische Gruppe „NoName057(16) “. Solche Gruppen attackieren Kommunikation-, Transport-, Energie-, öffentliche Verwaltung-, Finanz und Verteidigungsektoren und machen es mit automatisierten Angriffstools auch Laien einfach, komplexe Angriffe durchzuführen. Somit steigt die Zahl der DDoS-Attacken und Bot­netze, mit denen die Angriffe durchgeführt werden, vergrößern sich rasend schnell. Von den 880 Angriffen hat Netscout zufolge NoName057(16) allein 475 durchgeführt. Die Ziele im März waren Regierungswebsites in Spanien, Taiwan und der Ukraine.

„Da Hacktivistengruppen zunehmend Automatisierung, gemeinsam genutzte Infrastrukturen und sich weiterentwickelnde Taktiken einsetzen, müssen Unternehmen erkennen, dass tra­ditionelle Abwehrmaßnahmen nicht mehr ausreichen“, erklärte Richard Hummel, Director Threat Intelligence bei Netscout. „Die Integration von KI-Assistenten und der Einsatz großer Sprachmodelle wie WormGPT und FraudGPT verschärfen diese Sorge zusätzlich. Und auch wenn der jüngste Schlag gegen NoName057(16) mit der Abschaltung von mehreren Hundert Servern vorübergehend zu einer Reduzierung der DDoS-Botnet-Aktivitäten dieser Gruppe geführt hat, ist eine dauerhafte Verhinderung ihrer Rückkehr als führende DDoS-Hacktivisten-Bedrohung keineswegs garantiert. Unternehmen benötigen intelligente, bewährte DDoS-Ab­wehrmechanismen, welche die ausgefeilten Angriffe der heutigen Zeit umgehen können.“

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