Netscout DDoS Threat Intelligence Report 1H2024 Anstieg von DDoS-Attacken gefährdet kritische Infrastrukturen in EMEA

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Netscout DDoS Threat Intelligence Report für das erste Halbjahr 2024 zeigt einen deutlichen Anstieg von DDoS-Angriffen in Europa und dem Nahen Osten (EMEA). Besonders betroffen sind kritische Infrastrukturen wie Banken, Finanzdienstleister, Behörden und Versorgungsunternehmen.

Die am meisten von DDoS betroffenen Sektoren im DACH-Raum sind Dienstleistungssektoren rund um die Datenverarbeitung und drahtlose Telekommunikationsanbieter.(Bild:  Tomasz Zajda - stock.adobe.com)
Die am meisten von DDoS betroffenen Sektoren im DACH-Raum sind Dienstleistungssektoren rund um die Datenverarbeitung und drahtlose Telekommunikationsanbieter.
(Bild: Tomasz Zajda - stock.adobe.com)

Die Angriffe auf der Anwendungsebene nahmen in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um 43 Prozent zu, während volumetrische Attacken, die große Datenmengen nutzen, um Systeme zu überlasten, um 30 Prozent anstiegen, wie Netscouts DDoS Threat Intelligence Report meldet. Solche Angriffe verursachen zunehmend Betriebsunterbrechungen und stellen eine wachsende Bedrohung für die betroffenen Branchen dar. Hacktivisten zielen dabei vorrangig auf kritische Infrastrukturen ab. Angreifer nutzen immer raffiniertere und koordinierte Angriffsstrategien und setzen so oftmals auch mehrere Ziele zeitgleich unter Druck. Die Erkennung und Abwehr der Angriffe werden komplizierter, da widerstandsfähigere und ausfallresistente Netzwerke genutzt werden.

DDoS-Angriffe in Deutschland dauern im Schnitt 54 Minuten. Auch die Zahlen in den Nachbarländern sind recht ähnlich. In der Schweiz dauern Angriffe im Schnitt 10 Minuten länger (64 Minuten) und in Österreich 56 Minuten. Nicht nur die Angriffslänge ähnelt sich, sondern auch die besonders betroffenen Sektoren in den drei Ländern. So sind in den Top drei der am meisten von DDoS betroffenen Sektoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowohl Dienstleistungs­sektoren rund um die Datenverarbeitung als auch drahtlose Telekommunikations­anbieter. Die Länge der branchenspezifischen Angriffe unterscheidet sich jedoch deutlich innerhalb der drei Länder. Während Angriffe auf Dienstleistungssektoren rund um die Datenverarbeitung in Deutschland im Schnitt 36 Minuten gehen, dauern die auf Telekommunikationsanbieter durchschnittlich mehr als 2 Stunden (159 Minuten). In der Schweiz dauern die Angriffe auf Telekommunikationsanbieter im Schnitt 131 Minuten bzw. 11 Minuten in Österreich und auf Dienstleistungssektoren rund um die Datenverarbeitung 212 Minuten (Schweiz) und 27 Minuten (Österreich).

Hacktivistengruppen wie die pro-russische NoName057(16) spielen eine Schlüsselrolle beim Anstieg der DDoS-Angriffe. Sie haben sich auf komplexe multivektorale Angriffe spezialisiert, die mehrere Ziele gleichzeitig betreffen. Besonders neu eingerichtete Netzwerke sind anfällig für DDoS-Angriffe. So sind über 75 Prozent der neuen Netzwerke innerhalb von 42 Tagen nach ihrer Einrichtung in DDoS-Aktivitäten involviert, entweder als Ziel oder als Ausgangspunkt für Angriffe. Angreifer starten ihre Attacken unter Verwendung von widerstandsfähigen „Nuisance“-Netzwerken und Hosting-Anbietern. Angesichts dieser Trends sollten Unternehmen in der EMEA-Region verstärkt in DDoS-Schutzmaßnahmen investieren, um den steigenden Bedrohungen durch zunehmend widerstandsfähige und koordinierte Netzwerke der Angreifer entgegenzuwirken.

(ID:50195446)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung