Checkpoint Updates für Windows 11 24H2 und Server 2025 Neue Update-Technik für Windows kommt

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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Mit Windows 11 24H2 und Windows Server 2025 stellt Microsoft die Update-Technologie von Windows um. Checkpoint-Updates bieten in Zukunft inkrementelle Aktualisierungen, die schneller installiert werden und besser verteilt werden können. Dafür steigt die Anzahl der Updates.

Windows Update ist langsam und unflexibel geworden. Mit den neuen Checkpoint Updates bekommen Windows 11 und Windows Server 2025 inkrementelle Aktualisierungen, die sich schneller installieren und besser verteilen lassen.(Bild:  Kiattisak - stock.adobe.com)
Windows Update ist langsam und unflexibel geworden. Mit den neuen Checkpoint Updates bekommen Windows 11 und Windows Server 2025 inkrementelle Aktualisierungen, die sich schneller installieren und besser verteilen lassen.
(Bild: Kiattisak - stock.adobe.com)

Windows-Updates werden in Zukunft kleiner, werden aber mehr.(Bild:  Joos)
Windows-Updates werden in Zukunft kleiner, werden aber mehr.
(Bild: Joos)

Windows wird spätestens ab Ende 2024 nicht mehr nur durch standardmäßige kumulative Updates aktualisiert, sondern soll mit Checkpoint-Updates auch inkrementelle Updates erhalten. Die kumulativen Updates bauen bisher auf der RTM-Version von Windows auf und sind daher groß und leider oft auch sehr langsam, je länger ein Betriebssystem am Markt ist. Die neuen Checkpoint Updates sind inkrementell und bauen auf dem letzten, kumulativen Update auf, das als Checkpoint definiert wurde. Dadurch lassen sich diese sehr viel schneller installieren und leichter verteilen. In Zukunft wird Microsoft in regelmäßigen Abständen weiterhin die kumulativen Updates bereitstellen, zwischen diesen Updates erscheinen aber die inkrementellen Checkpoint-Updates, die auf dem letzten Checkpoint aufbauen.

Kumulative Updates werden kleiner, aber mehr

Da aktuell die kumulativen Updates immer größer werden, je länger eine Windows-Version am Markt ist, hat Microsoft die Unified Update Platform (UUP) geschaffen. Diese errechnet die Differenz zwischen der RTM-Version von Windows sowie der auf dem Computer eingesetzte Software-Stand. Dadurch muss Windows-Update nur die Differenz herunterladen. Das bleibt auch so, wird aber weiter verbessert. Die kumulierten Updates bauen in Zukunft nicht mehr nur auf der RTM der jeweiligen Windows-Version auf, sondern auf die regelmäßigen Checkpoints. UUP erkennt das und lädt herunter, was gebraucht wird.

Die Updates werden in Zukunft dadurch deutlich verkleinert und lassen sich sehr viel schneller verteilen. Einfach ausgedrückt bauen kumulative Updates in Zukunft zunächst auf die Basis des Betriebssystems auf und danach auf den regelmäßig erscheinenden Checkpoints. Die Anzahl der Checkpoints steigt mit dem Alter einer Windows-Version daher an, sodass bei einer manuellen Aktualisierung des Betriebssystems die Installation von deutlich mehr Updates notwendig ist, diese sind dafür aber kleiner. Wie viele Checkpoints es in einer Windows-Version geben soll und wann diese erscheinen, ist noch nicht klar. Das legt Microsoft fest und definiert Updates dann in Zukunft regelmäßig als Checkpoint, also als neue Basis für die zukünftigen Updates.

In Zukunft soll es aber nicht wie früher zu ständigen Neustarts kommen, bis alle Updates installiert sind. Windows soll erkennen, welche Updates notwendig sind, diese installieren und danach das System neu starten. WSUS ist zwar abgekündigt, ist in Windows Server 2025 aber weiterhin enthalten. Daher kann auch diese Update-Lösung mit der neuen Form der Aktualisierung zurechtkommen, genauso wie Windows Update und Lösungen wie Azure Update. Unternehmen, die auf externe Lösungen von Drittanbietern setzen, sollten abklären ab welcher Version diese mit den neuen Checkpoint-Updates zurechtkommen. Das dürfte aber kein Problem sein. Das Betriebssystem meldet daher in Zukunft weiterhin auf welchem Softwarestand es ist, und der Update-Server stellt genau die Update-Menge bereit, die auf dem individuellen Rechner notwendig ist.

Checkpoint-Updates mit Hotpatching in Windows Server 2025 kombinieren

Die Checkpoint Update-Technik kommt auch in Windows Server 2025 und wird mit der Hotpatching-Technik kombiniert. Beim Hotpatching lassen sich verschiedene Updates (nicht alle) ohne Neustart des Servers installieren. Das beherrscht aktuell Windows Server 2022 Datacenter: Azure Edition schon. Diese steht aber nur in der Azure-Cloud und in Azure Stack HCI zur Verfügung. In Zukunft sollen alle Windows Server 2025-Editionen von Hotpatching profitieren. Wenn in Windows Server 2025 in Zukunft ein Update per Hotpatch installiert wird und dadurch kein Neustart notwendig ist, zeigt die Windows Update-Steuerung das in den Einstellungen von Windows Server 2025 an. Diese Funktion lässt sich bereits jetzt testen .

Zukünftig gibt es also anstatt ein großes Update-Paket mindestens zwei kleinere. Ein Update dient dem Checkpoint und die weiteren Updates enthalten schließlich die Neuerungen. Die Verteilung erfolgt über Windows-Update. Wer in Zukunft Updates einzeln herunterlädt, muss darauf achten, dass es jetzt mehr Updates gibt. Der Update-Katalog von Windows enthält in Zukunft alle Updates und Admins müssen bei manuellen Installationen der Updates alle diese Updates manuell herunterladen. Das kann die Bereitstellung von Windows etwas verkomplizieren. Allerdings ist für die generelle Bereitstellung von Updates keine Änderung des Prozesses notwendig. Die Updates laufen genauso weiter wie bisher, sie sind nur kleiner, dafür aber größer in der Anzahl.

Neue Funktionen von Windows 11 kommen schneller

Microsoft will auch in Zukunft regelmäßig neue Funktionen als Feature Update in Windows 11 bereitstellen. Die Installation der neuen Funktionen erfolgt über die kumulativen Updates und werden von Microsoft nach einiger Zeit über spezielle, kleinere Updates erst aktiviert. Das heißt, es gibt in Zukunft häufiger neue Funktionen in Windows 11, die aber erst genutzt werden können, wenn Microsoft diese freischaltet. In Zukunft arbeiten die Feature-Updates ebenfalls mit der neuen Technologie und bauen auf Checkpoints auf. Das reduziert auch deutlich die Größe der Feature-Updates, sodass sich auch diese schneller installieren und einfach bereitstellen lassen.

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