IT-Grundschutz wird modernisiert

Neuer BSI-Standard zum Risikomanagement

| Redakteur: Peter Schmitz

Der neue BSI-Standard 200-3 zum Risikomanagement soll Unternehmen helfen Gefährdungspotentiale zu untersuchen, realistisch zu bewerten und mögliche Risiken angemessen zu behandeln.
Der neue BSI-Standard 200-3 zum Risikomanagement soll Unternehmen helfen Gefährdungspotentiale zu untersuchen, realistisch zu bewerten und mögliche Risiken angemessen zu behandeln. (Bild: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat den ersten Entwurf des neuen BSI-Standard 200-3 für das Risikomanagement vorgestellt. Der neue Standard ist der erste,der aus dem Modernisierungsprozess des IT-Grundschutzes hervorgegangen ist.

In dem neuen Risikomanagement-Standard 200-3 (pdf) sind erstmals alle risikobezogenen Arbeitsschritte bei der Umsetzung des IT-Grundschutzes gebündelt in einem Dokument dargestellt. Anwender können dadurch mit einem deutlich reduzierten Aufwand das angestrebte Sicherheitsniveau erreichen. Die Risikoanalyse aus dem bisherigen BSI-Standard 100-3 wurde in ein vereinfachtes Gefährdungsmodell überführt.

Der neue Standard wird zunächst als Community Draft veröffentlicht, damit auch Anwender ihre Anregungen und Hinweise in die Weiterentwicklung des IT-Grundschutzes einbringen können. Er bietet sich an, wenn Unternehmen oder Behörden bereits erfolgreich mit der IT-Grundschutz-Methodik arbeiten und möglichst direkt eine Risikoanalyse an die IT-Grundschutz-Analyse anschließen möchten.

Hierzu erklärt Arne Schönbohm, Präsident des BSI: "Infolge der Digitalisierung nimmt die Komplexität der IT und damit auch die Abhängigkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft von IT stetig zu. Cyber-Sicherheit und ein umfassendes Risikomanagement sind entscheidende Kriterien für eine erfolgreiche Digitalisierung, insbesondere in Verwaltung und Wirtschaft. Der IT-Grundschutz und der neue BSI-Standard zum Risikomanagement sind eine wichtige Grundlage, um Gefährdungspotentiale zu untersuchen, realistisch zu bewerten und mögliche Risiken angemessen zu behandeln. Dazu gehört, einen soliden Prozess zur Risikoentscheidung aufzusetzen."

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