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Offene Standards und offener Quellcode für mehr Sicherheit Open Source Security im Unternehmenseinsatz

| Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Peter Schmitz

Open Source-Lösungen fassen in Unternehmen zunehmend Fuß, aber aus Sicht von Sicherheitsspezialisten gibt es noch relevante Fragestellungen: Sind flankierende Sicherheitskonzepte zum Einsatz von quell-offenen Lösungen bereits marktreif und belastbar für den alltäglichen Einsatz? Security-Insider.de gibt mit diesem Beitrag einen Einblick in mögliche Open Source Sicherheits-Strategien.

Open Source Sicherheits-Software profitiert von offenem Quellcode und damit verbunden mehr Qualitätskontrolle durch die Community.
Open Source Sicherheits-Software profitiert von offenem Quellcode und damit verbunden mehr Qualitätskontrolle durch die Community.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Trend zu flexiblen Konzepten in Richtung der professionellen Unternehmenslandschaft ist inzwischen kaum zu übersehen: Offene Standards und Open Source stehen vielerorts im Mittelpunkt. Der Einfluss auf die IT-Industrie wächst. “Während vor einigen Jahren der Linux-Pinguin auf nahezu jedem Stand zwar irgendwo zu sehen war, so war es dieses Jahr bereits selbstverständlich, dass Unternehmen Open Source verwenden, selbst entwickeln und gezielt einsetzen”, führt Wildeboer, Open Source Evangelist bei Red Hat aus.

Für den Experten eines der führenden Hersteller steht die neue Marschrichtung fest: “Offene Standards haben die vernetzte Welt von TCP/IP über HTML bis XML erst möglich gemacht. In Zukunft wird sich wohl kaum noch ein Anbieter auf dem Markt wagen können, wenn er die Unterstützung für offene Standards vernachlässigt”, bilanziert Jan Wildeboer die schleichende Evolution, die fast schon einer kleinen Revolution gleich käme.

Profitieren von dieser dynamischen Entwicklung können auch die Sicherheitsspezialisten. “Open Source ist ein essentieller Beitrag zur Unternehmens-IT, denn nur durch Offenheit kann Sicherheit sowohl in technischer wie auch unternehmerischer Sicht erreicht werden”, betont etwa Michael Kleinhenz von der tarent Gesellschaft für Softwareentwicklung und IT-Beratung mbH.

Wie gerade die “proprietäre Szene” von quelloffenen Sicherheitskonzepten und Lösungen profitiere, das beschreibt Berater Alexander Kodermann von der Berliner SerNet GmbH. Das Gesetz der Peer Review, also die Begutachtung in gleichrangigen Fachkreisen, sei gerade bei der wissenschaftlichen Veröffentlichung das Merkmal Nummer Eins in der Qualitätssicherung, das auch bei Softwarelösungen in vollem Umfang zutreffe.

Der Experte macht beim Überblick über die einzelnen Marktsegmente in der freien Szene eine spezifische Stärke von offenen Konzepten im Bereich von Unternehmenslösungen aus: “In der Infrastruktur ist OpenSource schon deutlich weiter als bei Client-Anwendungen”, bringt Kodermann die Vorteile mit Blickrichtung Security-Management auf den Punkt.

Seite 2: Offene Lösungen sorgen für größeren Investitionsschutz

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