OpenText Global Ransomware Survey 2025 Studie zeigt trügerisches Selbst­vertrauen vor Ransomware-Angriffen

Quelle: Pressemitteilung OpenText 1 min Lesedauer

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Viele Unternehmen halten sich für gut vorbereitet auf Ransomware-Angriffe. Doch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Angreiferseite, unsichere Lieferketten und fehlende Richtlinien werfen Zweifel auf.

Ransomware-Angriffe treffen immer häufiger Unternehmen über externe Dienstleister oder durch KI-gestützte Techniken wie Deepfakes und generiertes Phishing.(Bild: ©  StockUp - stock.adobe.com)
Ransomware-Angriffe treffen immer häufiger Unternehmen über externe Dienstleister oder durch KI-gestützte Techniken wie Deepfakes und generiertes Phishing.
(Bild: © StockUp - stock.adobe.com)

Laut der aktuellen „Globel Ransomware Survey 2025“ von Opentext gehen 88 Prozent der deutschen Unternehmen davon aus, sich nach einem Ransomware-Angriff erholen zu können. Die reale Wiederherstellungsquote liegt jedoch bei lediglich 30 Prozent. Zwei von fünf Unternehmen waren im vergangenen Jahr mindestens einmal betroffen, mehr als die Hälfte davon mehrfach.

Besonders kritisch wird die Bedrohung durch KI-gestützte Angriffe eingeschätzt. Zwar erlauben 90 Prozent der Unternehmen den Einsatz generativer KI-Tools, doch nur 32 Prozent haben formale Richtlinien zur Nutzung. Gleichzeitig verzeichnen 35 Prozent einen Anstieg KI-basierter Phishing- oder Ransomware-Attacken.

KI verändert die Angriffsdynamik

Die größten Bedenken im Kontext von KI und Cybersicherheit betreffen Datenlecks (28 Prozent), automatisierte Angriffe (22 Prozent) und Deepfakes (14 Prozent). Ein Viertel der Befragten gab an, bereits Deepfake-basierte Imitationen erlebt zu haben.

Die zunehmende Raffinesse solcher Methoden zwingt Unternehmen, ihre internen Schutzmechanismen zu hinterfragen. Sicherheitsverantwortliche geraten unter Druck, insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben ohne klare KI-Strategien.

Die Lieferkette bleibt ein unterschätzter Risikofaktor

Ein erheblicher Anteil der Angriffe erfolgt über externe Zugänge. Zehn Prozent der erfolgreichen Attacken führten die Unternehmen auf Schwachstellen bei Softwareanbietern zurück. Gleichzeitig gaben 52 Prozent an, mittlerweile aktiv die Sicherheitsvorkehrungen ihrer Zulieferer zu prüfen.

Patch-Management, Sicherheitsaufklärung und Schutzmaßnahmen in der Cloud sind zentrale Investitionsfelder für 2026. Dennoch bieten vier Prozent der befragten Organisationen weiterhin keinerlei Awareness-Schulungen an.

Managementebene erkennt Bedeutung

Für 46 Prozent der Befragten gehört Ransomware mittlerweile zu den Top-3-Geschäftsrisiken. Kundinnen, Kunden und Partner hinterfragen zunehmend die Resilienzmaßnahmen. Ein Umstand, der Sicherheitsstrategien zum Boardroom-Thema macht.

Die Studie zeigt deutlich: Die gefühlte Sicherheit steht in scharfem Kontrast zur realen Gefährdungslage. Besonders die Konvergenz von KI, unzureichender Governance und externen Abhängigkeiten erfordert eine neue Priorisierung von Cyberresilienz.

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