Pfiffige Hacker knacken auch optische Datenleitungen

Optische Täuschung – Glasfaserkabel sind nicht abhörsicher

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Verteidigung setzt auf physikalischer Ebene an

Es gibt nur wenige Anbieter, die Tools entwickeln, die Glasfasernetzwerke vor illegalem Zugriff auf physikalischer Ebene schützen. Mit ihnen kann man optische Ereignisse einschließlich illegaler Zugriffe, Kabelbrüche, Überlastung des Receivers, schwache optische Signale, Datenverluste, Netzschwankungen und Stromausfälle identifizieren und den Operator alarmieren.

Opterna bietet beispielsweise das Fiber-Sentinel-System an, ein Rack-basiertes Intrusion Detection System (IDS), das die passive und protokollunabhängige Überwachung des Netzwerks in Echtzeit bietet. Eingriffe werden automatisch entdeckt und unterbunden, während der Datenverkehr mit Hilfe künstlicher Intelligenz gleichzeitig auf einen anderen Pfad umgeleitet wird.

Eine weitere IDS-Lösung für den Schutz von optischen Datenleitungen ist Fiber Sensys von Compudyne. Diese Geräte werden inzwischen in Militär- und Regierungsbehörden, Flughäfen, Raffinerien, Kernkraftwerken, Firmenzentralen, Produktionsstätten und sogar Palästen auf der ganzen Welt verwendet. Oyster Optics entwickelt seit 2001 neuartige und innovative Techniken zum Schutz und zur Überwachung von optischen Datenleitungen.

Daten zur Sicherheit verschlüsseln

Trotz dieser zurzeit verfügbaren Lösungen zum Schutz von optischen Datenleitungen ist die Verschlüsselung von zu übertragenden Daten das einzig wirksame Mittel, um den Datendiebstahl aus optischen Datenleitungen zu verhindern. „Ich denke, dass die Verwendung von verschlüsselten Daten beim Austausch von Informationen über alle Netzwerkarten bis heute ständig gestiegen ist; dies gilt auch für optische Datenleitungen – und die Verschlüsselung von Daten schützt eben auch vor einem Lauschangriff,“ meint John Pescatore, Vizepräsident von Gartner, anerkannter Analyst und ehemaliger Sicherheitsingenieur für den US-amerikanischen Geheimdienst.

„Ich glaube, dass sich die Technik zum Schutz vor illegalen Zugriffen auf Netzwerke grundsätzlich etwas verbessert hat, und dass das Anzapfen von optischen Datenleitungen zur Durchführung eines Lauschangriffs der schwierigere Weg ist, um an Information zu gelangen“, sagt er weiter. „Dennoch raten wir den Unternehmen zur Datenübertragung in Netzwerken, die nicht wirksam auf Hardware-Ebene vor illegalem Zugriff geschützt werden können, verschlüsselte Informationen zu verwenden, egal ob es sich hierbei um gewöhnliche Kupfer- oder optische Kabel handelt“.

Viele Firmen oder Behörden machen den Fehler, sowohl Daten als auch die Übertragung an sich zu verschlüsseln, was aber redundant ist. Sind die Daten erst einmal kodiert, braucht man kein Geld mehr für den Schutz der Datenübertragung an sich auszugeben. Der Trend geht hin zur Verschlüsselung auf Datenebene, die Übertragungsverzögerungen und Daten-Overhead im Zusammenhang mit der Übertragung verringert.

Seite 4: Gefahr besteht für jeden

Artikelfiles und Artikellinks

Link: Compudyne

Link: Opterna

Link: Oyster Optics

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