Ein System, verschiedene Anwendungen Das Open Supervised Device Protocol als Standard für die Zutrittskontrolle

Ein Gastbeitrag von Markus Baba* 2 min Lesedauer

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Nicht nur Rechenzentren brauchen eine Zutrittkontrolle. Das Open Supervised Device Protocol (OSDP) hat sich dafür zum De-facto-Standard entwickelt. Welche Merkmale von OSDP aber verbessern die Benutzerfreundlichkeit und erhöhen das Sicherheitsniveau?

Für eine Zutittkontrolle reichen Schilder nicht aus; im Idealfall kann eine Software den physischen Zugnag als auch den Eintritt in Softwarebereiche regeln. (Bild:  frei lizenziert: Gerd Altmann /  Pixabay)
Für eine Zutittkontrolle reichen Schilder nicht aus; im Idealfall kann eine Software den physischen Zugnag als auch den Eintritt in Softwarebereiche regeln.
(Bild: frei lizenziert: Gerd Altmann / Pixabay)

Eine breite Vernetzung ist ein zentraler Aspekt in der Sicherheitstechnik, denn integrierte Lösungen bieten eine höhere Kosteneffizienz und reduzieren den Administrationsaufwand. Voraussetzung dafür sind offene Plattformen und standardisierte Protokolle. Der derzeit am weitesten verbreitete Kommunikationsstandard für die Zutrittskontrolle ist das von der Security Industry Association (SIA) entwickelte Open Supervised Device Protocol. OSDP bietet den Anwendern zahlreiche Vorteile.

Sicherheit: OSDP stellt ein sicheres und flexibles Framework bereit, um die verschiedenen Komponenten eines Zutrittskontrollsystems miteinander zu verbinden. Das Protokoll verwendet fortschrittliche Verschlüsselung und Authentifizierung, um die Kommunikation zwischen den Geräten zu sichern. Dadurch wird das Risiko von Angriffen oder unberechtigtem Zugriff erheblich reduziert.

Bereiche, die eine strengere Kontrolle erfordern, können durch eine zusätzliche Verifikation ergänzt werden. Beispielsweise ist eine Multifaktor-Authentifizierung mittels PIN oder biometrischer Daten möglich. OSDP ersetzt damit schlechter geschützte Protokolle wie das unverschlüsselte „Wiegand“.

Bidirektionalität: OSDP ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation zwischen Zutrittslesern und Zugangskontrollsystemen. Dadurch können Statusinformationen in Echtzeit übermittelt werden, was eine effizientere Überwachung und Verwaltung des Systems ermöglicht. Neben der Überwachung der Geräte wird durch die Bidirektionalität aber auch die Durchführung automatischer Firmware-Updates möglich.

Interoperabilität: OSDP ist ein offener Standard, der von verschiedenen Herstellern unterstützt wird. Dies fördert die Interoperabilität zwischen verschiedenen Geräten und Systemen, was wiederum für mehr Flexibilität bei der Auswahl und Integration von Zutrittskontrolllösungen sorgt. Dadurch sind Lösungen realisierbar, die auf die spezifischen Anforderungen von Unternehmen zugeschnitten sind. Die Synergie-Effekte, die sich aus der Verknüpfung unterschiedlicher Systeme ergeben, sorgen darüber hinaus für eine deutliche Reduzierung des Administrationsaufwands bei Implementierung und Konfigurationsänderungen.

Funktionalität: OSDP unterstützt durch seine offene, interoperable Architektur eine Vielzahl von Funktionen. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre Zutrittskontrollsysteme für zusätzliche Anwendungsbereiche öffnen können. So erhalten Personen Zugang zu allen Bereichen, für die sie eine Berechtigung haben – vom Parkhaus über Aufzüge bis hin zu Büros, Besprechungs- und Gemeinschaftsräumen. Die Mitarbeiter bekommen aber nicht nur physischen Zutritt, sondern auch logischen Zugriff auf das Unternehmensnetz und Cloud-Anwendungen wie „Office 365“ – und zwar mit demselben Identitätsnachweis, mit dem sie das Gebäude betreten haben.

*Der Autor
Markus Baba ist Regional Sales Manager DACH bei HID, Anbieter von Identitätsprodukten für Personen, Orte und Objekte. Er sagt:
Die Standardisierung durch OSDP bietet Unternehmen viele Vorteile – allen voran ein hohes Maß an Skalierbarkeit, Sicherheit und Flexibilität, beispielsweise bei der Verwendung von Controllern oder Lesegeräten, die für die eigenen Anforderungen am besten passen.

Bildquelle: HID

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