QR-Code-Phishing 3.0 Hacker bauen verseuchte QR-Codes mit ASCII-Zeichen

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Quishing, auch bekannt als QR-Code-Phishing, stellt eine sich schnell entwickelnde Bedrohung dar. Check Point warnt jetzt vor raffinierten Phishing-Attacken

QR-Code-Phishing (Quishing) wird für Unternehmen und Anwender zu einer immer größeren Gefahr.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
QR-Code-Phishing (Quishing) wird für Unternehmen und Anwender zu einer immer größeren Gefahr.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Seit letztem Jahr ist nach einer Untersuchung von Check Point ein deutlicher Anstieg dieser Art von Angriffen zu verzeichnen. Dabei hat sich die Art der QR-Code-Angriffe erheblich verändert. Was mit Standardanfragen zur Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) begann, hat sich über bedingtes Routing und gezielte Angriffe weiterentwickelt.

Neue Methoden der Manipulation von QR-Codes

Forscher von Harmony Email haben eine neue Kampagne entdeckt, bei der der QR-Code nicht als Bild, sondern durch HTML und ASCII-Zeichen erstellt wird. In den letzten Maiwochen wurden über 600 ähnliche E-Mails beobachtet. In diesen E-Mails erscheinen die QR-Codes zunächst unauffällig, der Unterschied liegt jedoch im Detail: Der eine Code ist ein Bild, der andere wird mittels HTML generiert. Dies stellt eine Herausforderung dar, da typische optische Zeichenerkennungssysteme (OCR) diese Codes nicht als solche erkennen können.

Die Bedrohungsakteure nutzen kleine Blöcke im HTML-Code, die in der E-Mail wie ein QR-Code erscheinen. Für OCR-Systeme hingegen bleibt der Code unsichtbar. Es gibt Websites, die solche Codes automatisch generieren, wobei diese weiterhin mit bösartigen Links konfiguriert werden können. Ein Beispiel zeigt, dass der Code wie ein Standard-QR-Code aussieht, aber ASCII-Zeichen verwendet, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen.

Techniken der Angreifer

QR-Code-Phishing 3.0 ist durch Manipulationskampagnen gekennzeichnet. Die Angreifer reagieren auf die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der E-Mail-Sicherheitsanbieter, die zunehmend OCR zur Erkennung von QR-Codes einsetzen. Um sich gegen diese Angriffe zu schützen, sollten Sicherheitsexperten folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Implementierung von Sicherheitssystemen, die QR-Codes in E-Mails automatisch dekodieren und die URLs auf bösartige Inhalte analysieren.
  • Einsatz von Sicherheitslösungen, die eingebettete QR-Codes in E-Mails umschreiben und durch sichere, neu geschriebene Links ersetzen.
  • Nutzung fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz, um mehrere Phishing-Indikatoren zu erkennen.

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