Supply-Chain-Attacke Geheime Produktpläne von Apple gestohlen

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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RansomHub behauptet interne Produktionsinformationen von Apple, Nvi­dia, LG und Tesla gestohlen zu haben. Dafür hätten sie Luxshare, einen wichtigen Zulieferer von Apple aus China, gehackt.

Die Cyberangriffe auf Luxshare könnten schwerwiegende Auswirkungen auf Apple haben, da vertrauliche Produktpläne und Fertigungsdaten nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von Apple gefährden, sondern auch potenzielle Sicherheitsrisiken in bereits ausgelieferten Produkten schaffen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die Cyberangriffe auf Luxshare könnten schwerwiegende Auswirkungen auf Apple haben, da vertrauliche Produktpläne und Fertigungsdaten nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von Apple gefährden, sondern auch potenzielle Sicherheitsrisiken in bereits ausgelieferten Produkten schaffen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Luxshare, ein Hersteller von Elektronikkomponenten aus China, wurde im Dezember 2025 Opfer eines Cyberangriffs. Dabei wurden Macrumors zufolgemehr als ein Terabyte ver­trau­licher Informationen von Apple gestohlen. Luxshare ist einer der Montagepartner von Apple, weswegen die Cyberangreifer von dem Unternehmen sensible Produk­tions­li­nien­in­for­ma­tio­nen und Fertigungsdaten von Apple abziehen konnten.

Produktdaten und personenbezogene Informationen gestohlen

Bekannt zu dem Lieferkettenangriff hat sich am 15. Dezember 2025 die Ransomware-Gruppe „RansomHub“, indem sie auf ihrer Leak-Seite im Darknet angab, interne Systeme von Luxshare verschlüsselt und vertrauliche Daten des Unternehmens und seiner Kunden gestohlen zu ha­ben. Demnach habe ihre Beute wichtige Dateien wie detaillierte 3D-CAD-Produktmodelle und hochpräzise Geometriedateien, 2D-Fertigungszeichnungen, Konstruktionszeichnungen me­cha­nischer Bauteile, Leiterplattenlayouts und interne Konstruktions-PDFs von Apple enthalten. Einige der Dokumente hätten Geheimhaltungsvereinbarungen unterlegen. Auch Informationen von Nvidia, LG, Tesla und Geely seien gestohlen worden. Auf ihrer Leak-Seite fügte die Ran­som­ware-Gruppe Datenbeispiele hinzu, die beweisen sollen, dass die Kom­pro­mittierung der Un­ter­nehmen tatsächlich stattgefunden hat.

Die Angreifenden hätten Luxshare Zeit eingeräumt, sie zu kontaktieren, vermutlich, um eine Lösgeldsumme zuverhandeln. Doch die Deadline sei versäumt worden. Cybernews berichtet zudem von folgendem Hinweis auf der Leak-Seite an Luxshare: „Wir haben schon länger auf Sie gewartet, aber es scheint, als hätte Ihre IT-Abteilung beschlossen, den Vorfall in Ihrem Unter­nehmen zu vertuschen. Wir empfehlen Ihnen dringend, uns zu kontaktieren, um zu verhindern, dass Ihre vertraulichen Daten und Projektdokumente an die Öffentlichkeit gelangen.“

Neben den Produktinformationen hätten die gestohlenen Daten auch personenbezogene Informationen über die Luxshare-Mitarbeitenden enthalten, darunter deren vollständige Namen, Positionen und E-Mail-Adressen. Betroffen seien Personen, die im Zeitraum von 2019 bis 2025 an bestimmten Projekten gearbeitet hätten.

Beispieldaten von Leak-Seite scheinen echt

Cybernews habe sich die Beispieldaten genauer angesehen und gehe davon aus, dass sie echt sind. Sollte sich der Vorfall bestätigen, könnte er verheerende Folgen für Luxshare und seine Kunden haben. Zum einen könnten die Angreifer die gestohlenen Produktinformationen an Wettbewerber verkaufen. Und zum anderen könnten sie die Informationen nutzen, um Schwachstellen in der Hardware bereits ausgelieferter Produkte zu finden und auszunutzen.

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