Arctic Wolf Threat Report 2025 Ransomware setzt auf Datenklau statt Lösegeld

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ransomware-Gruppen setzen zunehmend auf Datenexfiltration, um Druck auf Unternehmen auszuüben. Gleichzeitig gewinnt Business E-Mail Compromise (BEC) an Bedeutung, und bekannte Schwachstellen bleiben ein Einfallstor für Angreifer.

Trotz verstärkter Strafverfolgung dominieren Ransomware-Angriffe mit 44 Prozent aller erfassten Incidents weiterhin das Cybercrime-Ökosystem.(Bild:  Rawf8 - stock.adobe.com)
Trotz verstärkter Strafverfolgung dominieren Ransomware-Angriffe mit 44 Prozent aller erfassten Incidents weiterhin das Cybercrime-Ökosystem.
(Bild: Rawf8 - stock.adobe.com)

Der aktuelle Arctic Wolf Threat Report 2025 wurde auf Grundlage von Daten aus dem Arctic Wolf Security-Operations-Framework erstellt und gibt tiefe Einblicke in das globale Ökosystem „Cyberkriminalität“, zeigt weltweite Bedrohungstrends und liefert strategische Cybersecurity-Empfehlungen.

Ransomware: Daten als Druckmittel

Trotz verstärkter Strafverfolgung dominieren Ransomware-Angriffe weiterhin das Cybercrime-Ökosystem: Sie machten 44 Prozent der von Arctic Wolf erfassten Incident-Response (IR)-Fälle aus. Da viele Unternehmen mittlerweile robuste Backup-Strategien implementiert haben, verlagern Angreifer ihren Fokus zunehmend auf Datendiebstahl, anstatt sich allein auf die Verschlüsselung zu verlassen. So wurden in 96 Prozent der untersuchten Ransomware-Fälle Daten exfiltriert, um diese entweder zu verkaufen oder mit der Veröffentlichung zu drohen. Besonders betroffen sind die Fertigungsindustrie das Gesundheitswesen, wo die Toleranz für Ausfallzeiten gering ist.

Auch die finanziellen Schäden bleiben erheblich: Die durchschnittliche Lösegeldforderung beträgt wie im Vorjahr 600.000 USD. Unternehmen, die mit professionellen Ransom-Verhandlern arbeiten, konnten die geforderten Beträge jedoch auf durchschnittlich 36 Prozent reduzieren.

Ransomware-Gruppen haben ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt: Selbst mit Backups bleiben Unternehmen erpressbar. Die Bedrohung durch Datenveröffentlichung erfordert umfassendere Schutzmaßnahmen wie Zero-Trust-Strategien und proaktive Bedrohungserkennung“, erklärt Dr. Sebastian Schmerl, Regional Vice President Security Services EMEA bei Arctic Wolf.

BEC: Betrug per E-Mail boomt

Neben Ransomware bleibt die Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails mit 27 Prozent der IR-Fälle eine der größten Bedrohungen. Besonders betroffen sind Branchen, die im großen Stil Geld sowie Zahlungsdaten per E-Mail austauschen. So übertrafen in der Finanz- und Versicherungsbranche BEC-Fälle sogar die Zahl der Ransomware-Angriffe.

Phishing bleibt eine der Hauptursachen für BEC-Angriffe. Durch KI-gestützte Techniken werden die Angriffe immer raffinierter. Unternehmen sollten deshalb neben Schulungen verstärkt auf moderne Multi-Faktor-Authentifizierung und Passwortmanagement setzen“, erklärt Dr. Schmerl.

Bekannte Schwachstellen als Einfallstor

Intrusions waren mit 24 Prozent die dritthäufigste Ursache der aufgezeichneten IR-Fälle – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (14,8 Prozent). Bei den kritischen und schwerwiegenden Sicherheitslücken gab es einen Anstieg um 134,46 Prozent.

In 76 Prozent der Intrusion-Fälle nutzten die Angreifer nur zehn spezifische Schwachstellen aus, von denen alle bereits bekannte Sicherheitslücken waren, für die bereits entsprechende Patching-Maßnahmen verfügbar gewesen wären. Dies zeigt deutlich, wie wichtig proaktives Patch-Management ist. Mehr Informationen und den gesamten Report finden Sie hier.

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