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Schwächen gewöhnlicher Security-Lösungen
Angesichts immer neuer, intelligenter Webbedrohungen bieten herkömmliche Malware-Filter oft keinen ausreichenden Schutz mehr. Sie überprüfen in erster Linie den Inhalt von E-Mails oder den Webverkehr auf Schadcode und gleichen sie mit bekannten Mustern ab. Bei der konstant steigenden Geschwindigkeit der Angriffe sind letztere aber schlichtweg weder schnell, noch genau genug.
Auch der Einsatz von simplen Blacklists läuft angesichts der sehr schnellen, wechselnden Angriffsschemata der Botnetze immer öfter ins Leere. Selbst herkömmliche URL-Filter sind aufgrund ihrer oft manuellen Klassifikationstechniken gegen diese neuen URL-Angriffswellen unwirksam. Denn infizierte Seiten verstecken sich meist hinter unkritischen Kategorien wie Finanzen, Unterhaltung oder News.
Gegenmittel Reputationsfilter
Wirksamer sind ganzheitliche Methoden, die sowohl den Inhalt als auch die Zusammensetzung eines Threats, dessen Herkunft und Absender analysieren. Eine Schlüsselrolle in diesem Ansatz spielt die von Ironport entwickelte Technologie der Webreputation.
Ihr Ziel ist es, die Seriosität einer Web-Adresse mittels statistischer Messungen genau einzuschätzen. Diese Bewertungen sind in vielen Fällen bereits verfügbar, wenn der Angriff irgendwo auf der Welt gerade erst beginnt. Die speziell dafür entwickelte URL Outbreak Detection erkennt neue URLs ohne Reputation oder Signatur und wehrt diese ab.
Das Prinzip ist einfach: Da Malware typischerweise von wenig vertrauenswürdigen Webservern mit ungewöhnlichen Verkehrsströmen oder ungewöhnlichem Netzwerkverhalten kommt, wird genau dieses analysiert. Der Filter hinterfragt zum Beispiel, wie lange und in welchem Land eine Domäne bereits registriert ist, ob der Webserver eine dynamische IP-Adresse nutzt und vieles mehr.
Durch den Abgleich mit einer Informationsdatenbank kann der Reputationsdienst so ein exaktes Bild über die Vertrauenswürdigkeit der URLs liefern – noch bevor der Webmüll ins Netzwerk gelangt. Basis dafür ist ein System zur Überwachung des weltweiten E-Mail- und Webverkehrs namens SenderBase. Dieses speichert täglich Informationen zu rund 20 Millionen IP-Adressen und analysiert mehr als 50 vordefinierte Parameter in Echtzeit. Durch aktive weltweite Kooperationen lassen sich neue Spam- oder Wurmwellen sehr frühzeitig erkennen und die IP-Adressen der betreffenden Absender blockieren.
Seite 3: Der Ruf bestimmt das Verfahren
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