Schutz vor Online-Betrug

Risikogerechte Multi-Faktor-Authentifizierung

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Risiko-basierte Authentifizierung

Ungeachtet des Wunsches nach hundertprozentiger Sicherheit legen Nutzer und Verbraucher heute Wert darauf, dass so wenig wie möglich Barrieren ihre Arbeit erschweren. Insbesondere bei sich wiederholenden Tätigkeiten (z.B. Zahlungen an denselben Empfänger) wird nur ein bestimmtes Maß an "Unannehmlichkeiten" akzeptiert. Das gilt umso mehr, wenn die Funktionen vom Smartphones oder Tablets aufgerufen werden.

Die Zwei-Faktoren-Authentifizierung führt hier sicherlich schon zu einem hohen Schutzniveau. Gegen jeden Identitäts- oder zum Teil auch Gerätediebstahl ist aber auch sie machtlos. Zumal mittels Social Engineerings in den sozialen Netzwerken die Antworten auf typische Absicherungsfragen gegen Passwort-Verlust (Geburtsname der Mutter, Lieblingsfilm etc.) deutlich einfacher "abzufischen" sind.

Unternehmen benötigen daher zusätzliche Möglichkeiten, die „Guten“ von den „Schlechten“ effektiv zu trennen. Ein probates Mittel ist ein anpassungsfähiger Risikoanalyse-Prozess, der das Betrugspotenzial bei jeder Online-Anmeldung und Transaktion beurteilt. In die Bewertung (siehe Grafik) fließen Elemente ein, wie der Standort des Benutzers, das online benutzte Gerät, die IP-Adresse, der Wert der Transaktion oder die Art der gekauften Waren.

Bei der Bestimmung des Risikograds kann es gleichfalls eine Rolle spielen, ob der Laptop, das iPad o.ä. vom selben Kunden früher bereits benutzt wurde, sowie Höhe und Art der Transaktionsanfragen im Abgleich mit historischen Performance-Daten, um über Analyse und Statistiken auffällige Vorgänge zu identifizieren.

In der Regel lassen sich im Modell Regeln und Toleranz-Grenzen definieren, um die Auswirkungen auf legitime Benutzer anzupassen. Je nach festgestelltem Risikowert wird die Ausführung gestattet, verweigert oder ergänzenden Authentifizierungsmaßnahmen zugeführt.

Auf welche Weise eine solche Risikobewertung im Rahmen mehrstufiger Authentifizierung arbeitet, verdeutlichte das eingangs skizzierte Beispiel. Die Schutzmechanismen des Finanzinstituts gegen Betrug orientierten sich hier am Einsatzkontext und Risiko, um für alle Seiten ein erfreuliches Gleichgewicht zwischen sicherer Authentifizierung und Nutzerkomfort zu gewährleisten.

Michael Neumayr ist Director Solution Sales Security, Central Region, bei CA Technologies.

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