Warnung vor Schwachstellen in SAP-Systemen SAP schließt kritische Sicherheitslücken

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

SAP warnt aktuell vor Schwachstellen in seinen Lösungen. Mit dem Juni-Patchday stehen die passenden Updates zur Verfügung. Zwei der Schwachstellen sind als "hoch" eingestuft. Daher sollten die Updates schnellstmöglich installiert werden.

SAP schließt verschiedene kritische Schwachstellen. Updates sollten zeitnah installiert werden!(Bild:  lucadp - stock.adobe.com)
SAP schließt verschiedene kritische Schwachstellen. Updates sollten zeitnah installiert werden!
(Bild: lucadp - stock.adobe.com)

Die Lücke CVE-2024-37177 in SAP Financial Consolidation hat einen CVSS von 8.1 und ist als "hoch" eingestuft. SAP Financial Consolidation ermöglicht es aktuell, Daten über eine Webanwendung von einer nicht vertrauenswürdigen Quelle entgegenzunehmen. Diese Endpunkte sind über das Netzwerk zugänglich und erlauben es den Nutzern, den Inhalt der Webseite zu ändern. Bei erfolgreicher Ausnutzung dieser Schwachstelle kann ein Angreifer erheblichen Schaden an der Vertraulichkeit und Integrität der Anwendung verursachen.

Die Gefahr, die von ungesicherten Endpunkten ausgeht, ist vielfältig. Ein Angreifer kann sich Zugang zu sensiblen Daten verschaffen und diese verändern oder entwenden. Zudem können ungesicherte Endpunkte dazu genutzt werden, schädlichen Code in die Anwendung einzuschleusen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Anwendung kompromittiert wird und die Datenintegrität leidet. Bei Anwendungen wie SAP Financial Consolidation, die häufig in kritischen Finanzprozessen eingesetzt werden, sind solche Risiken besonders gravierend.

Weitere Lücke in SAP NetWeaver AS Java

Die Lücke CVE-2024-34688 hat einen CVSS von 7.5 und auch hier sollte das Update so schnell wie möglich installiert werden. Das erhebliche Sicherheitsrisiko ergibt sich aus dem ungeschützten Zugang zu den Meta Model Repository-Diensten in SAP NetWeaver AS Java. Diese Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, Denial-of-Service (DoS)-Angriffe auf die Anwendung durchzuführen. Bei einem solchen Angriff wird die Anwendung durch Überlastung der Dienste lahmgelegt, wodurch legitime Nutzer keinen Zugriff mehr auf die Anwendung haben. Während die Vertraulichkeit und Integrität der Daten in diesem Fall nicht unmittelbar beeinträchtigt sind, ist die Verfügbarkeit der Anwendung stark gefährdet. Dies kann zu erheblichen Betriebsunterbrechungen führen, insbesondere in geschäftskritischen Anwendungen, die auf ständige Verfügbarkeit angewiesen sind. Um diesen Risiken zu begegnen, ist es notwendig, Zugriffsrichtlinien zu implementieren und die Dienste gegen Überlastungsangriffe zu schützen, etwa durch den Einsatz von Rate Limiting und anderen präventiven Maßnahmen zur Lastverteilung.

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