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Zugriffsrechte regeln und Passwort-Policy umsetzen
Im nächsten Schritt sollte man sich darum kümmern, wie sich berechtigte Anwender auf dem System anmelden. Windows Server 2003 unterstützt zwar neue Authentifizierungstechniken wie Biometrie, Smartcards oder Token. Administratoren loggen sich aber oft mit ihrer Kombination aus Benutzernamen und Passwort ein – die sich allzu oft aus ‚Administrator’ und dem Default-Passwort zusammensetzt. Eine solche Konfiguration schreit förmlich nach Ärger; und auch ein Passwort wie P@_55w0rd! Ist kein adäquater Ersatz.
Zwar wurde schon oft darauf herumgeritten, trotzdem empfehlen wir in diesem Zusammenhang noch einmal eine starke Passwort-Richtlinie. Ein gutes Kennwort
- ist mindestens acht Zeichen lang,
- besteht aus Groß- und Kleinbuchstaben, Nummern sowie Sonderzeichen,
- wird in regelmäßigen Abständen geändert und
- darf innerhalb eines gewissen Zeitraums nicht wiederverwendet werden.
Eine starke Passwort-Policy und Multifaktor-Authentifizierung sind allerdings nur der Anfang. Dank der Access Control List (ACL, Zugriffssteuerungsliste) des NTFS-Dateisystems kann man die Aktivitäten jedes einzelnen Anwenders auf dem Server mehr oder weniger stark beschränken.
Die Konfiguration der Drucker- und Datenfreigabe sollte auf der Nutzergruppen-Ebene erfolgen, nicht auf Grundlage der „Jeder“-Gruppe. Dies lässt sich entweder direkt auf dem Server oder über das Active Directory realisieren. Ebenso sollten nur berechtigte Mitarbeiter das Recht haben, die Registry einzusehen und Werte zu verändern.
Alles in allem sollte man die Anwenderzugriffe also nur für Services und Anwendungen erlauben, die unbedingt notwendig sind.
Seite 3: Server Hardening ist nie abgeschlossen
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