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Schritt 5: Server Hardening ist nie abgeschlossen
Der Schutz kritischer Server ist ein andauernder Prozess, bei dem sich einige Schritte ständig wiederholen. Man sollte niemals davon ausgehen, dass ein Server umfassend abgesichert ist. Folgende Ratschläge sollte man berücksichtigen, wenn man sicherstellen will, dass das Server Hardening nicht für die Katz’ war:
Starke Audit- und Logging-Richtlinie einführen: Das maßgebliche Ziel der Server-Absicherung besteht darin, das System vor unerwünschten oder gar bösartigen Aktivitäten zu schützen. Doch dabei muss man sicherstellen, dass die ergriffenen Maßnahmen ihrer Aufgabe auch gewachsen sind.
Angesichts gesetzlicher und industrieller Compliance-Vorgaben ist eine starke Audit-Richtlinie unverzichtbarer Bestandteil des gehärteten Windows Server 2003. Dabei sollten beispielsweise erfolgreiche und fehlgeschlagene Logins und Management-Aktivitäten (beispielsweise privilegierte Nutzung und Policy-Änderungen) erfasst werden.
Ein wichtiges in Windows Server 2003 enthaltenes Kontrollinstrument sind Log-Dateien verschiedenster Art: Ob Anwendungen, Sicherheit, Directory und File Replication Service oder auch DNS-Server – all diese Bereiche lassen sich mit der Ereignisanzeige im Startmenü-Eintrag Verwaltung überwachen. Das Tool liefert auch umfassende Informationen über die Hardware, Software und Systemfehler. Jeder Log-Eintrag der Ereignisanzeige (Event Monitor) wird einem der folgenden fünf Bereiche zugeordnet: Fehler, Warnung, Informationen, Erfolgsüberwachung und Fehlerüberwachung.
Grundlegendes System-Backup erstellen: Sobald ein Server gehärtet wurde, sollte man ein komplettes Backup der Maschine und des Systemstatus fahren und dieses über die gesamte Lebensdauer des Servers vorhalten. Auf diese Weise kann man nicht nur den Ausgangszustand des Systems wiederherstellen, das Backup dient gleichzeitig als Ausgangspunkt für die forensische Analyse von Sicherheitsvorfällen. Zusätzlich sollte man bei jedem Software- oder Betriebssystem-Update ein Backup erstellen, falls nach der Installation zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt.
Anwender-Accounts im Auge behalten: Das Account-Management ist ein fortwährender Prozess mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Server-Sicherheit. Die Benutzerkonten sollten regelmäßig geprüft werden; inaktive, redundante und gemeinsam genutzte Konten sowie Standard- und Test-Accounts sollten gelöscht werden.
Betriebssystem aktuell halten: Wie schon erwähnt ist das Server Hardening eine dauerhafte Aufgabe, dies trifft vor allem auf das damit verbundene Schwachstellen-Management zu. Deshalb sollten automatische Updates über die Systemsteuerung aktiviert werden. Dabei sollte man den Installationszeitpunkt allerdings manuell festlegen, damit ein kritischer Patch nicht während der Produktivzeit eingespielt wird und der Server unter Umständen neu startet.
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