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Cloud-Computing-Systeme zeichnen sich durch einen komfortablen, bedarfsabhängigen und netzbasierten Zugriff auf Speicherressourcen, Rechenleistung und Geschäftsanwendungen aus, die ebenfalls als Dienst genutzt werden können. Die Dienstleistungen eines Cloud-Anbieters können schnell, mit geringem Verwaltungsaufwand und meist über eine Web-Service-Schnittstelle bereitgestellt und wieder freigeben werden, so dass nur der tatsächliche Ressourcenverbrauch bezahlt werden muss. Der Zugriff eines Benutzers von Cloud-Services erfolgt meist über einen Web-Browser oder über standardisierte Protokolle wie beispielsweise REST oder SOAP.
Cloud-Computing-Systeme sind stärker infrastrukturgetrieben, während serviceorientierte Architekturen mehr den Geschäftsprozess im Fokus haben. Beiden ist jedoch gemein, dass sie auf den gleichen Technologien basieren und komplexe Systeme und Komponenten in Form einfacher Dienste kapseln.
Was serviceorientierte Architekturen von Cloud-Computing-Systemen lernen können
Die theoretische Möglichkeit, mit serviceorientierte Architekturen eine hohe Wiederverwendbarkeit zu fördern, hat sich in das Praxis als selten ausgenutzt herausgestellt, da Dienste zu spezialisiert entworfen werden und dadurch der Nutzen eines Dienstes stark eingeschränkt wird. In Cloud-Computing-Systemen hingegen hängt der Erfolg eines Dienstes meist von seinem breiten Entwurf ab, so dass Cloud-Dienste einfach benutzbar sind und doch eine gewisse Beständigkeit und Sicherheit aufweisen. Designer und Entwickler von Diensten einer serviceorientierten Architektur haben häufig nur geringe Anreize in eng gesteckten Projektzielen auf eine mögliche Wiederverwendbarkeit von Schnittstellen zu achten. Jedoch wird mit einer immer weitergehenden Verzahnung von Diensten – auch über Unternehmensgrenzen hinweg – eine breitere Nutzung von Schnittstellen ein wichtiger Baustein, die Projektkosten zu senken und gleichzeitig einen hohen Reifegrad der Dienste zu garantieren. An dieser Stelle können Cloud-Dienste als Beispiel und Vorlage dienen, die aktuell eingesetzten Entwurfsprinzipien anzupassen.
Eng mit dem Entwurf der Cloud-Dienste hängt die Erweiterbarkeit der Dienste zusammen, wodurch die Benutzung der Dienste erleichtert wird. Skalierbarkeit von Diensten und die Nutzung bei Bedarf ist in vielen Diensten serviceorientierter Architekturen nicht umgesetzt, so dass eine Erweiterung einer bestehenden Architektur meist mit hohem Aufwand verbunden ist. Die Flexibilität, die Cloud-Computing-Systeme mit sich bringen, muss sich auch in serviceorientierten Architekturen wiederspiegeln. Ganz wichtig dabei ist, dass auch die eingesetzten Sicherheitskonzepte, sowohl die Skalierbarkeit als auch die Flexibilität, performant umgesetzt werden.
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