Ab 2. Januar 2027 Die Mehrheit der Deutschen will die EUDI-Wallet nutzen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ab nächstem Jahr startet die EUDI Wallet. 54 Prozent wollen sie nutzen, doch nur 18 Prozent haben eID und PIN aktiv. Der Bitkom fordert eine Aktivierungs- und Informationskampagne für einen reibungslosen Start.

Ab dem 2. Januar 2027 können EU-Bürgerinnen und -Bürger mit der EUDI Wallet ihre Identität und amtliche Nachweise, zum Beispiel Ausweis und Führerschein, sicher auf dem Smartphone verwalten, sich europaweit bei digitalen Diensten anmelden und Verträge sowie Rechnungen rechtssicher elektronisch unterschreiben.(Bild:  peshkov - stock.adobe.com)
Ab dem 2. Januar 2027 können EU-Bürgerinnen und -Bürger mit der EUDI Wallet ihre Identität und amtliche Nachweise, zum Beispiel Ausweis und Führerschein, sicher auf dem Smartphone verwalten, sich europaweit bei digitalen Diensten anmelden und Verträge sowie Rechnungen rechtssicher elektronisch unterschreiben.
(Bild: peshkov - stock.adobe.com)

Ab dem 2. Januar 2027 können EU-Bürgerinnen und -Bürger die European Digital Identity Wallet, kurz EUDI Wallet, nutzen. Dies ist die digitale Brieftasche, mit der Privatpersonen und Unternehmen ihre digitale Identität und amtliche Nachweise sicher auf dem Smartphone ver­walten und europaweit vorzeigen können. Wie eine Umfrage des Bitkom unter 1.004 Per­sonen zeigt, wolle die Mehrheit (54 Prozent) die EUDI Wallet nutzen. 39 Prozent seien an der digitalen Brieftasche nicht interessiert, sechs Prozent seien unentschlossen.

Wille ist da, Grundvoraussetzungen fehlen

Den meisten würden jedoch noch die technischen Voraussetzungen fehlen, die EUDI Wallet nutzen zu können. Denn dafür ist die aktivierte Online-Funktion des Personalausweises (eID) notwendig, aber nur 18 Prozent hätten die eID aktiviert und würden ihre dazugehörige PIN kennen.

Weitere 21 Prozent haben dem Bitkom nach zwar die Online-Funktion freischalten lassen, kennen ihre PIN aber nicht oder nicht mehr. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) habe die Online-Funktion noch gar nicht aktiviert, weitere fünf Prozent wüssten es nicht oder wollten keine Angaben machen. „Die meisten Menschen in Deutschland sind bereit für die EUDI Wallet. Nun muss sichergestellt werden, dass sie die digitale Brieftasche ab Januar 2027 auch unkompliziert nutzen können", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wer seine eID nicht aktiviert hat oder seine PIN nicht mehr kennt, steht am Starttag vor verschlossenen Türen. Die Bundes­re­gier­ung sollte gemeinsam mit den Verwaltungen vor Ort eine breit angelegte Aktivierungs- und Informationskampagne zum elektronischen Personalausweis starten. Dabei müssen die Aktivierung der eID und die PIN-Rücksetzung so einfach und so digital wie möglich sein."

So kann die EUDI Wallet genutzt werden

Unter denjenigen, die sich laut Umfrage eine Nutzung der EUDI-Wallet grundsätzlich vorstellen können, würden 61 Prozent Ausweis, Führerschein oder ähnliche Karten auf jeden Fall künftig digital auf dem Smartphone bei sich tragen wollen, weitere 22 Prozent eventuell. Verträge oder Rechnungen digital unterzeichnen würden 57 Prozent auf jeden Fall und 21 Prozent vielleicht. Die eigene Identität digital nachweisen, etwa bei Behördenangelegenheiten oder der Online-Eröffnung eines Bankkontos, würden ebenfalls 57 Prozent auf jeden Fall und 19 Prozent even­tu­ell wollen. Den einfacheren Login bei digitalen Anwendungen wie Krankenkassen- oder Steu­er­portalen würden 48 Prozent auf jeden Fall nutzen, weitere 34 Prozent vielleicht. „Die EUDI-Wallet ist eine echte digitale Identität und kann ein Turbo für die Digitalisierung werden, etwa bei der öffentlichen Verwaltung“, ergänzt Wintergerst.

Eine Wallet-App wird es nicht geben, sondern ab 2028 werden voraussichtlich mehrere Orga­ni­sationen oder Unternehmen entsprechende Apps anbieten. Viele Bun­desbürgerinnen und Bundesbürger würden auch von dieser Auswahl Gebrauch machen wollen. 52 Prozent würden zwar eine EUDI-Wallet ausschließlich von staatlichen Stellen wie dem Bund beziehen, 19 Pro­zent seien sowohl gegenüber staatlichen als auch gegenüber privaten Anbietern offen. 15 Pro­zent könnten sich vorstellen, eine Wallet-App allein von privaten Unternehmen wie Tele­kom­mu­ni­ka­tionsanbietern, Tech-Unternehmen oder Finanzdienstleistern zu verwenden, 15 Prozent würden es noch nicht wissen oder hätten keine Angabe gemacht.

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