Sicherheit mobiler Daten Sicheres BYOD im Unternehmen
Der Wunsch eines Angestellten, sein eigenes Smartphone oder Tablet auch im beruflichen Alltag zu nutzen, kollidiert nicht selten mit den Sicherheitsbedenken der IT-Verantwortlichen. Doch sind diese Ängste vor Mitarbeitern, die Technologien und Anwendungen nutzen, ohne sich an die Compliance-Vorschriften ihres Unternehmens zu halten, gerechtfertigt und überhaupt noch zeitgemäß?
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Der „People-Inspired Security“-Report (pdf) spricht in diesem Zusammenhang von 20 Prozent der Angestellten, die Sicherheitsrichtlinien umgehen und sogar eigene Apps nutzen. Können moderne Mobilgeräte bereits bedenkenlos in die Unternehmens-IT integriert werden? Ein Rundgang auf der größten Mobilfunkmesse Mobile World Congress soll durch einen Blick in die Entwicklung der Branche Klarheit bringen.
Vor Jahren noch indiskutabel, bieten Firmen ihren Mitarbeitern heute immer häufiger die Möglichkeit, ihr privates Mobiltelefon in den Arbeitsalltag zu integrieren, und das nicht immer ohne Eigennutz: Die Anschaffung teurer, moderner Firmenhandys birgt für die Arbeitgeber ebenso intensiven Diskussionsstoff mit ihren Angestellten wie auch hohe Kosten.
Dementsprechend begrüßen viele Unternehmen die Verwendung eigener Geräte durch Mitarbeiter. Dieser vermeintlichen monetären Entlastung des Infrastruktur-Budgets stehen häufig große Sicherheitsbedenken der IT-Administratoren gegenüber. Ihnen zufolge ist für eine solche Doppelnutzung unumgängliche Grundvoraussetzung, die Daten- und Kommunikationswelt auf dem mobilen Gerät zu teilen: in einen privaten und einen geschäftlichen Bereich. In der „Business-Sektion“ lagern geschäftliche Dokumente, E-Mails, Kontakte und Termine strikt getrennt und geschützt vom Rest der Daten und können in dieser auch bearbeitet werden.
Hohe Schäden durch Cybercrime

Einer Studie (pdf) des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge nutzen bereits 35 Prozent aller Arbeitnehmer ihr privates Mobiltelefon auch geschäftlich . Das bedeutet, dass rund ein Drittel aller Angestellten mit ihrem Handy Dritten den potenziellen Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk erleichtert, oder zumindest sensible geschäftliche Informationen per E-Mail sendet oder empfängt. Nur fünf Prozent der Nutzer verschlüsseln E-Mails, die sie per Mobiltelefon versenden. In der Praxis werden unternehmenskritische Nachrichten ungesichert verschickt; in einigen Fällen sogar über private E-Mail-Accounts. Welche verheerende Auswirkung dies haben kann, zeigte im vergangenen Jahr der Erpressungsversuch zu Lasten einer Lebensmittelkette, bei dem strategische Informationen aus dem privaten Free-E-Mail Postfach eines Aufsichtsrats gestohlen wurden.
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