Sicherheitskonzept für den Schutz sensibler Druckdaten

Sicherheit beim Drucken

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Schwachstelle Druckausgabe

Bei der Druckausgabe am Drucker zeigt sich eine weitere Schwachstelle. Schnell können vertrauliche Informationen über Personaldaten, Gehälter, Provisionen oder persönliche Daten der Mitarbeiter in die falschen Hände gelange, wenn diese auf einem Unternehmensdrucker ausgedruckt werden, der für alle leicht zugänglich ist.

Bis der Mitarbeiter von der Personalabteilung zum Drucker geeilt ist, hat unter Umständen bereits schon ein anderer ohne böse Absicht im Vorbeigehen den Papierstapel kontrolliert – es könnte ja etwas aus seiner Abteilung dabei sein.

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So belegen Statistiken immer wieder, dass die meisten Sicherheitsverstöße tatsächlich im Unternehmen selbst geschehen und nicht von außen. Dabei muss nicht einmal Vorsatz im Spiel sein. Allein schon durch Versehen, Übereifer oder Neugierde mit mangelndem Problembewusstsein können große Schäden entstehen.

Authentifizierung am Drucker schützt vertrauliche Druckdaten

Der erste Schritt sollte sein, einen geeigneten Standort für Unternehmensdrucker zu wählen. Eingangsbereiche mit häufig offenstehenden Türen sind hier wohl eher ungeeignet. Auch macht es wenig Sinn, dass ein Kollege aus der Personalabteilung auf den Druckjob am Netzwerkprinter wartet, um ihn hier abzupassen.

Die bessere Alternative, um den Ausdruck vor fremden Blicken zu schützen, ist den Druckauftrag zu personalisieren per PIN-Vergabe, Smart Card oder über ein biometrisches Verfahren, wie zum Beispiel durch Fingerabdruck. Da der Ausdruck immer persönlich abgeholt werden muss, können vertrauliche Dokumente hier weder im Druckausgabefach vergessen werden, noch in die falschen Hände gelangen.

Bei sogenannten Pull-Printing-Lösungen starten Anwender den Druckauftrag erst mit der Authentifizierung am Druckgerät. Positiver Nebeneffekt: Durch die „Ausweispflicht“ am Drucker wird nur das gedruckt, was auch tatsächlich gebraucht wird.

Nach Berechnungen von Gartner-Analysten ließen sich so 10 Prozent des Papierverbrauchs in Unternehmen sparen. Aus Kostengründen empfiehlt es sich, bei der Auswahl einer geeigneten Lösung darauf zu achten, dass die Druckerflotte nicht komplett durch neue Geräte ersetzt werden muss, sondern dass auch die bisher verwendeten Modell pullprintingfähig gemacht werden können.

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