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Keynote zur „Entnetzung“ auf der IT-Security Management & Technology Conference 2014

Sicherheit durch Neustrukturierung unserer Netzwerke

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Firmen zum Thema

„IT-Security – haben wir noch eine Chance?“

Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Zahlen des „Kompetenzzentrums für Sicherheit in Bayern, KoSiB eG“ aus dem Jahr 2013. Mit über 700 Einsätzen bei Industrie- Unternehmen und Mittelstandskunden allein in Bayern ist das ein neuer Höchststand. Im Jahr 2012 waren es noch 432 Einsätze.

Hinzu kommt, dass schätzungsweise über 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland Schadcode in ihren Netzwerken haben, ohne es zu wissen. Das zumindest zeigen diversen Auditierungen (Überprüfungen von IT-Netzwerken), die die KoSiB eG deutschlandweit vorgenommen hat.

Werfen wir einen Blick auf die Zahlen des „Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI), in denen sich weitere traurige Rekorde zeigen: Siebzig verseuchte E-Mails pro Stunde und fünf gezielte Angriffe pro Tag in deutsche Regierungsnetze bedeuten auch hier einen neuen Höchststand.

Snowdens Offenbarungen verschärfen die Situation

Die Erkenntnisse durch Edward Snowden verschärfen unsere Situation zusätzlich. Jahrelang haben wir unsere Netzwerke mit US-amerikanischen Produkten ausgestattet. Doch gerade dies erweist sich nun als strategischer Fehler.

Die Hintertüren und bewussten Schwächungen von Betriebssystemen, Programmen und Algorithmen werden die Situation auf Jahre leider weiter verschärfen und die Gefahren deutlich erhöhen. Durch die Veröffentlichungen von Schwachstellen werden auch andere Angreifer befähigt, in unsere IT-Strukturen einzudringen.

Die Globalisierung der Weltwirtschaft hat ihr Übriges dazu beigetragen: Viele gute IT-Sicherheitsanbieter aus Deutschland wurden von ausländischen Unternehmen und Investoren gekauft, der wirtschaftliche Eigenschutz Deutschlands wurde sehr geschwächt. Jetzt gibt es nur noch wenige deutsche IT-Security-Schmieden und Chip-Produktionsstätten.

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