CVE-2023-47610 Sicherheitslücken in Cinterion-Modems gefunden

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Sicherheitsforscher haben gefährliche Schwachstellen bei Cinterion-Modems entdeckt. Über die Lücken können Angreifer Malware einschleusen. Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten und die Geräte schützen.

Sicherheitsforscher haben mehrere Schwachstellen in Cinterion-Modems entdeckt, die für Angreifer aus der Ferne ausnutzbar sind und im schlimmsten Fall die Übernahme der Geräte und das Übertragen von Malware ermöglichen.(Bild:  Borin - stock.adobe.com)
Sicherheitsforscher haben mehrere Schwachstellen in Cinterion-Modems entdeckt, die für Angreifer aus der Ferne ausnutzbar sind und im schlimmsten Fall die Übernahme der Geräte und das Übertragen von Malware ermöglichen.
(Bild: Borin - stock.adobe.com)

Die von Sergey Anufrienko und Alexander Kozlov gefundene Lücke bei Cinterion-Modems ermöglicht Bedrohungsakteuren die Übernahme der Geräte und das Übertragen von Malware. Dazu kommen weitere Lücken, die ebenfalls problematisch sind. Insgesamt gibt es acht verschiedene Schwachstellen.

Das sollten Admins über die Lücken in Cinterion-Modems wissen

Die schwerwiegendste der acht Sicherheitslücken wurde in mehreren Modulen von Telit Cinterion, einem Unternehmen von Thales/Gemalto, entdeckt. Diese Schwachstelle, die als "Buffer Copy without Checking Size of Input" klassifiziert ist und die Kennung CVE-2023-47610 trägt, ermöglicht es einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer, durch das Senden einer speziell präparierten SMS-Nachricht beliebigen Code auf dem Zielsystem auszuführen.

Betroffen sind die Module Telit Cinterion BGS5, EHS5/6/8, PDS5/6/8, ELS61/81 und PLS62 in allen Versionen. Die Schwachstelle wurde von von den beiden Sicherheitsforschern Anufrienko und Kozlov beim Kaspersky ICS CERT identifiziert. Die Sicherheitslücke hat eine CVSS v3-Bewertung von 8.1 und wird als hoch eingestuft. Diese Einstufung ergibt sich aus der Tatsache, dass die Schwachstelle aus der Ferne ausnutzbar ist, eine hohe Angriffskomplexität besitzt und keine Benutzerinteraktion erfordert. Eine erfolgreiche Ausnutzung kann zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des betroffenen Systems führen. Weitere Lücken haben die Nummern CVE-2023-47611 bis CVE-2023-47616 erhalten. Diese Lücken sind nicht so gravierend wie CVE-2023-47610, sollten aber ebenfalls beachtet werden.

So können Unternehmen den Angriff auf das eigene Modem verhindern

Zur Minderung des Risikos wird empfohlen, den Mobilfunkanbieter zu kontaktieren, um den Versand von SMS-Nachrichten an die betroffenen Geräte zu deaktivieren. Außerdem sollte die Verwendung eines privaten APN (Access Point Name) mit richtig konfigurierten Sicherheitseinstellungen in Betracht gezogen werden, um die Auswirkungen potenzieller Angriffe zu minimieren. Bestehende Sicherheitseinstellungen in Setups, die bereits private APNs verwenden, sollten überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

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