Azure, AWS, GCP und andere Clouds sind gefährdet Fluent-Bit-Schwachstelle betrifft fast alle Cloud-Anbieter

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Sicherheitsforscher von Tenable haben eine Schwachstelle in Fluent Bit entdeckt. Das Tool ist in nahezu allen Cloud-Umgebungen im Einsatz. Durch die Lücke können Angreifer ein Abonnement übernehmen, Malware einschleusen oder Daten stehlen.

Das Protokoll-Tool Fluent Bit hat eine Schwachstelle, die fast alle Cloud-Anbieter betrifft. Ein Update ab Version 3.0.4 schließt die Lücke.(Bild:  DALL-E / KI-generiert)
Das Protokoll-Tool Fluent Bit hat eine Schwachstelle, die fast alle Cloud-Anbieter betrifft. Ein Update ab Version 3.0.4 schließt die Lücke.
(Bild: DALL-E / KI-generiert)

Fluent Bit ist ein Tool zur Verarbeitung von Protokolldateien. Es kommt bei nahezu allen Cloud-Anbietern zum Einsatz, darunter auch in AWS, Azure und GCP. Durch eine Lücke können Angreifer Malware einschleusen oder das betroffene Abonnement übernehmen und anderen Schaden verursachen. Ein Update ist bereits verfügbar.

Sicherheitsforscher bei Tenable entdecken Schwachstelle in Fluent Bit

Forscher bei Tenable haben die Lücke CVE-2024-4323 entdeckt. Die Schwachstelle betrifft die Versionen 2.0.7 bis 3.0.3. Die Schwachstelle wurde im integrierten HTTP-Server von Fluent Bit gefunden, der von allen großen Cloud-Anbietern intensiv genutzt wird.

Die Schwachstelle wurde erstmals am 30. April 2024 von Tenable Research gemeldet und am 15. Mai in den Hauptentwicklungszweig des Projekts gepatcht. Die Hauptursache für die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Validierung der Datentypen eingehender Anfragen an den Endpunkt /api/v1/traces. Hierbei werden die Eingabenamen fälschlicherweise als gültige MSGPACK_OBJECT_STRs angenommen. Dies führt dazu, dass durch das Übergeben von Nicht-String-Werten, wie Ganzzahlen, verschiedene Speicherbeschädigungsprobleme verursacht werden können.

Durch das Übergeben großer oder negativer Ganzzahlen kann es zu einem Absturz kommen, da in geschützten Speicher geschrieben wird. Negative Werte zwischen 1 und 16 können benachbarte Speicherbereiche überschreiben und ähnliche Probleme verursachen. Kleinere Ganzzahlen können die Offenlegung benachbarter Speicherbereiche an den Anfragenden bewirken, während ein Wert von „-17“ einen Absturz durch eine Nullzeiger-Dereferenzierung verursacht. Diese Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, durch gezielte Anfragen das System zum Absturz zu bringen oder Informationen aus benachbarten Speicherbereichen auszulesen.

Update soll die Schwachstelle schließen

Um diese Schwachstelle zu beheben, wird empfohlen, auf die neueste Version von Fluent Bit zu aktualisieren. Falls ein Upgrade nicht sofort möglich ist, sollten die Zugriffsrechte auf die betroffenen Endpunkte streng limitiert werden, um unautorisierte Zugriffe zu verhindern. Da Fluent Bit intensiv in Cloud-Infrastrukturen genutzt wird, sollten Unternehmen ihre Cloud-Anbieter kontaktieren, um sicherzustellen, dass die notwendigen Sicherheitsupdates zeitnah eingespielt werden. Die Version 3.0.4 ist bereits verfügbar.

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