Falsche Verarbeitung übergroßer Anfragen Gefährliche Sicherheitslücke in der Google Cloud Platform

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Aufgrund einer fehlerhaften Analyse von HTTP-Anfragen in der Google Cloud Platform können Cyberkriminelle Schadcode einschleusen. Die Schwach­stelle hat einen hohe Schweregrad, Kunden müssen allerdings nicht selbst aktiv werden.

Bei erfolgreicher Ausnutzung der Sicherheitslücke CVE-2025-4600 können Cyberangreifer manipulierter HTTP-Anfragen an die Google Cloud Platform senden und Schadcode einfügen.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Bei erfolgreicher Ausnutzung der Sicherheitslücke CVE-2025-4600 können Cyberangreifer manipulierter HTTP-Anfragen an die Google Cloud Platform senden und Schadcode einfügen.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat jüngst eine Sicherheitswarnung für die Google Cloud Platform (GCP) veröffentlicht. Nutzt ein Cyberakteur die entdeckte Schwachstelle in CGP aus, kann er Sicherheitsvorkehrungen umgehen und bösartigen Code senden.

Sicherheitslücke im Application Load Balancer

Die Sicherheitslücke CVE-2025-4600 (CVSS 8.7) betrifft den Application-Load-Balancer-Dienst in Googles Cloud. Aufgrund einer falschen Verarbeitung können Cyberkriminelle bei erfolgreicher Ausnutzung übergroßer chunk-codierten HTTP-Anfragen an klassische Application Load Balancer (ALB) schleusen. Chunk-codierte HTTP-Anfragen sind Teil einer Übertragungsmethode, bei der der Server Daten in kleinen, aufeinanderfolgenden Blöcken (Chunks) an den Client sendet, anstatt die gesamte Datenmenge auf einmal zu übermitteln. Dies ist nützlich, wenn die Datenmenge unbekannt ist oder wenn eine kontinuierliche Übertragung erforderlich ist. Sind die Anfragen zu groß, könnte dies zu Einschränkungen auf Seiten des Clients oder des Servers führen und überschüssige Bytes werden vom Load Balancer verworfen oder ignoriert und somit nicht übertragen.

Doch beim Parsen des Anfragetexts einer HTTP-Anfrage mithilfe der Chunked-Übertragungs-Codierung erlaubt der klassische ALB übergroße Chunks. Deshalb ist es Cyberkriminellen möglich, gezielt Zeichen in diesen ignorierten Enddaten zu verstecken. Aufgrund der fehlerhaften Verarbeitung interpretiert der vorgelagerter HTTP-Server die versteckten Zeichen fälschlicherweise als Zeilenendzeichen und reagiert darauf.

Google löste das Problem, indem er die Eingabevalidierung und ‑analyse im ALB-Dienst verbesserte. Unternehmen, die die GPC nutzen,müssen nicht aktiv werden.

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