Baustelle Datensicherheit Was schlechte Passwörter mit dem Familienschmuck zu tun haben

Ein Gastbeitrag von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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Wieso behandeln wir digitale Passwörter oft laxer als Familienschmuck? Ein aktueller Report deckt gefährliche Sicherheitslücken auf, verrät fünf praktische Tipps für stärkere Passwörter und zeigt, wie Nutzer und Unternehmen gemeinsam mehr für den Schutz sensibler Daten tun können.

Warum schützen Menschen physische Kostbarkeiten so viel stärker als jene in der digitalen Welt? (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Warum schützen Menschen physische Kostbarkeiten so viel stärker als jene in der digitalen Welt?
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Laut dem jährlichen Bericht des Hasso-Plattner-Instituts zu den beliebtesten Passwörtern in Deutschland liegt auf Rang 1 nicht mehr <123456>, sondern <123456789>. Übertragen auf den Schutz anderer wertvoller Güter wäre das in etwa so, als würde man den Tresor mit dem Familienschmuck nicht mehr offen stehenlassen, sondern die Tür anlehnen.

Warum schützen Menschen physische Kostbarkeiten so viel stärker als jene in der digitalen Welt? Am fehlenden Bewusstsein für das Thema liegt es nicht, wie Umfrage von Cohesity zeigt, für die weltweit mehr als 6.000 Verbraucher befragt wurden. Demnach kritisieren 79 Prozent der weltweit Befragten, dass Unternehmen zu viele persönliche oder finanzielle Daten über sie sammeln, und sogar 82 Prozent erwarten eine größere Sorgfalt der Unternehmen beim Schutz der erhobenen persönlichen Daten.

Doch nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Verbraucher stehen in der Pflicht. Zu viele gehen mit ihren sensiblen Daten so um, als wären sie nicht das neue Gold, sondern maximal das neue Katzengold. James Blake, Global Head of Cyber Resilience GTM Strategy bei Cohesity appelliert an Verbraucher, dem Thema Datensicherheit mehr Aufmerksamkeit zu widmen und hat 5 Tipps, wie das gelingen kann:

Tipp 1: Keine Daten verschenken

Prüfen Sie sehr genau, welche Daten gesammelt und wofür sie verwendet werden – das gilt auch für die Weitergabe an Dritte. Fragen Sie sich, ob die angeforderten Daten wirklich für eine Dienstleistung notwendig sind. Denn alle Daten, die Sie einmal zu pauschal zur generellen Nutzung freigeben, können der Anbieter (und auch eventuelle Partnerunternehmen) künftig auch ganz anders verwenden.

Tipp 2: Doppelt sicher durch Zwei-Faktor-Authentifizierung

Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung überall, wo dies möglich ist. Sie stellt eine zusätzliche Sicherheitsebene dar, selbst dann, wenn Ihr Passwort kompromittiert wurde.

Tipp 3: Verwenden Sie sichere und eindeutige Passwörter – doch auf keinen Fall mehrfach

Erstellen Sie komplexe und vor allem separate Passwörter für jedes Konto, insbesondere wenn der Dienst keine Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützt. Ein Passwortmanager ist hilfreich, um Passwörter sicher zu speichern und zu verwalten.

Tipp 4: Achten Sie auch auf das Kleingedruckte

Überprüfen Sie regelmäßig die Datenschutzeinstellungen ihrer abonnierten Online-Dienste. Manchmal ändern Anbieter die Einstellungen, um flexibler zu sein, wenn sie Updates veröffentlichen. Passen Sie Ihre Einstellungen entsprechend an, um die Sichtbarkeit Ihrer Daten zu minimieren. Aktualisiert ein Anbieter seine Nutzungsbedingungen, prüfen Sie die neue Vereinbarung aufmerksam, insbesondere im Hinblick auf Änderungen, die die Vertraulichkeit Ihrer Daten beeinträchtigen könnten.

Tipp 5: Bleiben Sie informiert

Halten Sie sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit und KI auf dem Laufenden. Je besser Sie potenzielle Risiken kennen, desto besser können Sie sich schützen.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie Ihre persönlichen Daten besser schützen und sich sicherer im digitalen Raum bewegen. Die Maßnahmen sind zwar teilweise zeitaufwendig, doch diese Mühe ist es allemal wert, um Daten bestmöglich zu schützen.

Über den Autor: James Blake ist VP Cyber Resiliency Strategy bei Cohesity.

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