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2. Unverzichtbare Legacy-Anwendungen ermitteln
Manche Unternehmen können nicht alle XP-Systeme aufrüsten, weil sie Anwendungen nutzen, die mit neueren Betriebssystemen nicht kompatibel sind. Doch wer weiß schon, wie viele ihrer Mitarbeiter diese älteren Anwendungen tatsächlich nutzen? Ohne Überblick über die installierten und laufenden Anwendungen lässt sich nicht beurteilen, welche XP-Systeme aufgerüstet werden dürfen und welche nicht.
Dies kann die Migration hinauszögern und einen unnötigen „XP-Überhang“ verursachen. Es gilt also, sämtliche Anwendungen und Prozesse auf allen Systemen im Netzwerk zu identifizieren und so diejenigen XP-Systeme zu ermitteln, auf denen unverzichtbare Legacy-Anwendungen laufen. Alle anderen XP-Systeme lassen sich dann ohne Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb aktualisieren.
3. Netzwerkzugriffe blockieren oder einschränken
Sobald die geschäftskritischen XP-Systeme ermittelt und klassifiziert sind, können NAC-Lösungen der neuesten Generation alle anderen XP-Geräte blockieren, die sich mit dem Netz verbinden wollen, einschließlich persönlicher Geräte. Geschäftskritische XP-Systeme sollten auf separate VLANs beschränkt oder gar ganz vom restlichen internen Netz isoliert werden. Alternativ gewährt man ihnen nur den kontrollierten Zugriff auf bestimmte Ressourcen.
Sofern die Legacy-Anwendungen es nicht erfordern, sollten XP-Systeme keinen Internet-Zugriff erhalten. Auf diese Weise können ausgewählte Rechner weiter verwendet werden, während die Legacy-Anwendungen aus dem Verkehr gezogen bzw. durch geeignete Ersatzanwendungen für neuere OS-Versionen ersetzt werden. Es ist zudem einfacher, die verbleibenden XP-Systeme zu schützen, wenn andere Systeme nicht über das Netzwerk oder das Internet mit ihnen kommunizieren können.
4. Internet Explorer und Office 2003 verbannen
Windows XP unterstützt Internet Explorer nur bis Version 8, die Sicherheitsfunktionen der späteren Versionen sind nicht verfügbar. Daher sollten andere Browser wie Firefox oder Chrome verwendet werden. Neben Windows XP hat auch Office 2003 das Support-Ende erreicht. Dies erhöht die Gefahr von Exploits, die in Office-Dokumenten eingebettet sind. Man sollte also die verbleibenden XP-Systeme laufend überwachen, um zu ermitteln, auf welchen noch Internet Explorer und/oder Office 2003 laufen.
5. Rechner auf dem neuesten Stand halten
Die meisten Anbieter von Lösungen für Endgeräteschutz unterstützen Windows XP weiterhin und betreiben aktiv Forschungen zu Angriffen auf dieses Betriebssystem. Auch verbreitete Programme wie Java oder PDF-Reader werden weiterhin aktualisiert. Wenn man die gesamte Drittanbieter-Software auf dem neuesten Stand hält, vermindert sich die Anfälligkeit für mögliche Schwachstellen-Exploits.
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