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IDnow Security Report 2019 Social Engineering ist häufigster Betrugsversuch

Redakteur: Peter Schmitz

Identitätsbetrug in der digitalen Welt kostet Unternehmen Milliarden. Betrüger greifen dabei zu immer kreativeren Methoden, die nur mit den entsprechenden Technologien und Prozessen abgewehrt werden können. Eine Analyse von IDnow ergab, dass die Liste der häufigsten Betrugsversuche mit 73 Prozent Social Engineering anführt, gefolgt von der Nutzung gefälschter (16 Prozent) beziehungsweise von gestohlenen Ausweisen (11 Prozent).

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Beim Identitätsbetrug mit gefälschten Dokumenten kommen Reisepässe nur zu 24 Prozent zum Einsatz, gefälschte Personalausweise dagegen mit 76 Prozent dreimal häufiger.
Beim Identitätsbetrug mit gefälschten Dokumenten kommen Reisepässe nur zu 24 Prozent zum Einsatz, gefälschte Personalausweise dagegen mit 76 Prozent dreimal häufiger.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Betrüger nutzen Social Engineering schon länger, um arglose Endnutzer zum Eröffnen eines Online-Kontos zu bewegen und dieses für kriminellen Aktivitäten zu missbrauchen. 2019 nahmen die Social Engineering-Versuche im Vergleich zu anderen Betrugstechniken insgesamt zu. In den meisten Fällen verwenden Betrüger gefälschte Stellenanzeigen, App-Testangebote oder günstige Kredite, um ihre Opfer mit einem vermeintlich lukrativen Deal zu locken, für den sie ein Konto bei einer Online-Bank eröffnen müssen. Für die Kontaktaufnahme kommen eBay Kleinanzeigen (83 Prozent), Jobsuchmaschinen wie Indeed (neun Prozent) und Jobmensa (zwei Prozent) sowie Netzwerke wie Xing (zwei Prozent) zum Einsatz.

Betrüger bringen ihre Opfer unter einem Vorwand, beispielsweise einem bezahlten Produkt-Test, dazu, im eigenen Namen ein Konto zu eröffnen. Sobald das Konto eingerichtet ist, übernehmen die Betrüger die Kontrolle darüber und nutzen es für kriminelle Machenschaften. Erst dann wird dem Opfer gewahr, dass es getäuscht wurde. Einige Betrüger arbeiten heute mit ausgefeilter Tarnung. Dazu gehören gefälschte Firmen-E-Mail-Adressen, Fake-Anzeigen und sogar vollständig entwickelte Websites, die eine seriöse Unternehmung vorgaukeln. Daher wird es in 2019 immer wichtiger, hier mit fortschrittlicher Technik und speziell geschulten Identitätsexperten entsprechend entgegen zu wirken.