Spannungsfeld zwischen Facebook-Fans und Datensicherheit

Social Media Marketing und die IT

| Autor / Redakteur: Jürgen Schulze, CA Technologies / Peter Schmitz

Unternehmen brauchen leistungsfähige Single Sign-On-Lösungen, damit ihre Mitarbeiter Social Media-Plattformen zur Kommunikation und für Marketingzwecke sicher und Datenschutzkonform nutzen können.
Unternehmen brauchen leistungsfähige Single Sign-On-Lösungen, damit ihre Mitarbeiter Social Media-Plattformen zur Kommunikation und für Marketingzwecke sicher und Datenschutzkonform nutzen können. (Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com)

Social Media Marketing ist bei Unternehmen beliebt, aber es gibt technische Hürden, um aus Social Media Fans auch Kunden zu machen. Dabei gibt es bereits marktfähige Lösungen, mit denen Fans einer Social Media-Plattform unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorschriften in die Marketing-Ökosysteme von Unternehmen integrieren lassen.

Werbung in sozialen Netzwerken ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Doch oftmals mussten Unternehmen feststellen, dass der gewünschte Erfolg ausblieb. Denn häufig haben sie keine Strategie festgelegt, sondern sind einfach schnell auf den Zug „Social Media Marketing“ aufgesprungen. Jetzt stellen sie fest, dass die durchschnittliche Klickrate auf Facebook-Werbung zehnmal niedriger ist, als die auf Google-Werbung. Und das trotz der zeitintensiven Investition in den Aufbau einer Facebook Fanpage und einer dazugehörigen Fangemeinde.

Nun stehen sie vor der Herausforderung, dass Facebook-Fans nicht ihnen gehören, sondern Facebook oder einer anderen Social Media Plattform. Das macht es für die Marketing-Abteilung umso schwieriger, die Kontakte genauer kennenzulernen und in ihre zielgruppenspezifische Strategie einzubinden. Schließlich möchten sie, dass die Fans später einmal Kunden werden, ihre Produkte kaufen oder kostenpflichtige Dienste in Anspruch nehmen.

Außen vor lassen, sollte man Social Media deswegen aber nicht. Denn mittlerweile sind mehr als 82 Prozent der Weltbevölkerung auf sozialen Plattformen wie Facebook, Google+ oder LinkedIn unterwegs. Davon folgen 53 Prozent der aktiven Nutzer einem Unternehmen und 70 Prozent kaufen online. Auch für Unternehmen sieht die Bilanz erfolgsversprechend aus. Aktuellen Zahlen von Hubspot zu Folge haben 67 Prozent der Unternehmen aus dem B2C-Umfeld bereits einen Kunden über Social Media-Plattformen gewonnen; bei Unternehmen aus dem B2B-Bereich sind es immerhin 41 Prozent. Die Gründe für die Investition in eine eigene „soziale Fangemeinde“ sind also vielfältig. Doch die Frage ist: Wie werden meine Fans zu Kunden?

Vom Fan zum Kunden

Ähnlich wie Fußball-Fans sich mit Merchandising eindecken und damit dem Verein Umsatz bescheren, möchten auch Unternehmen Social Media nutzen, um Kunden zu gewinnen. Der einfachste Weg zur erfolgreichen und dauerhaften Kundenbindung im Social Web ist die offene Interaktion. Über geeignete Aktionen (Kampagnen, Gewinnspiele etc.) werden Nutzer motiviert, in das Ecosystem (Website, Shop, CRM-Systeme wie SalesForce) des Anbieters zu wechseln. Im Gegensatz zum Social Web kann hier jetzt eine 1o1 Interaktion mit dem Nutzer stattfinden, um offene Fragen zu beantworten (Marketing Automation) und zu einem relevanten Angebot zu kommen. Wie viele Nutzer diesen Schritt tatsächlich gehen, hängt von der Einfachheit des Vorganges ab

Was so einfach klingt, hat aber auch ein paar Punkte, die beachtet werden müssen. Denn wenn ein Unternehmen die Fans in die eigene IT-Umgebung lässt, ist es auch für die Sicherheit der persönlichen Daten verantwortlich. Hiermit wird das Marketing-Thema auch ein Fall für die IT. Und genau dies führt oft zu kleinen Auseinandersetzungen. Denn während die IT bemüht ist, die Datenschutzbestimmungen für jeden einzelnen Kunden zu überprüfen, möchte das Marketing diesen schnellstmöglich in einen Umsatzfaktor verwandeln. Im schlimmsten Fall, versucht das Marketing eine eigene Lösung, vorbei an der Unternehmens-IT, zu entwickeln. Dann würde die IT-Abteilung nicht mehr als wegbereitend, sondern als fortschrittshemmend wahrgenommen werden und spätestens beim Audit liegen die unangenehmen Fakten auf dem Tisch.

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