SMA 6210, SMA 7210 und SMA 8200v betroffen CISA meldet aktive Angriffe auf Sonicwall-SMA1000-Systeme

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Zwei gefährliche Schwachstellen in Sonicwall SMA1000 werden aktiv aus­ge­nutzt. Eine ermöglicht SSRF-Angriffe ohne Login, die andere Remote Code Execution mit Admin-Rechten. Updates sind dringend notwendig.

Sonicwall-SMA1000-Nutzer sollten dringend ihre Appliances prüfen, da zwei Schwachstellen SSRF-Angriffe und Remote Code Execution ermöglichen.(Bild:  Skórzewiak - stock.adobe.com)
Sonicwall-SMA1000-Nutzer sollten dringend ihre Appliances prüfen, da zwei Schwachstellen SSRF-Angriffe und Remote Code Execution ermöglichen.
(Bild: Skórzewiak - stock.adobe.com)

Sonicwall hat am 1. September 2026 zwei Schwachstellen in seinen SMA1000-Appliances gemeldet. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA nahm EUVD-2026-69704 / CVE-2026-83548 (CVSS-Score 10.0, EPSS-Score* 0.27) und EUVD-2026-69707 / CVE-2026-83549 (CVSS-Score 7.8, EPSS-Score 0.92) am Folgetag in ihren Katalog bekannter aktiv ausgenutzter Schwach­stellen auf, was die aktive Ausnutzung der Schwachstellen bestätigt.

Die SMA1000-Serie ist eine Zugangslösung für Unternehmen, die externen Nutzern einen abgesicherten Zugriff auf interne Anwendungen und Ressourcen ermöglicht. Betroffen sind die Modelle SMA 6210, SMA 7210 und die virtuelle Appliance SMA 8200v.

SSRF ohne vorherige Anmeldung

Die Schwachstelle EUVD-2026-69704 / CVE-2026-83548 mit dem höchstmöglichen CVSS-Score von 10.0 betrifft die Work-Place-Schnittstelle der SMA1000-Appliance und ist eine SSRF-Schwachstelle (Server-Side Request Forgery). Dabei kann ein System dazu gebracht werden, Anfragen auszuführen, die ein Angreifer vorgibt.

Laut Sonicwall entsteht der Fehler durch einen unbeabsichtigten alternativen Zugriffsweg. Ein entfernter Angreifer benötigt keine Anmeldung und kann auf sensible Funktionen zugreifen sowie nicht autorisierte Operationen ausführen. Der CVSS-Vektor nennt Netzwerkzugriff als Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausnutzung, eine geringe Angriffskomplexität, keine erforderlichen Privilegien sowie keine Nutzerinteraktion.

Befehlsinjektion nach Anmeldung

EUVD-2026-69707 / CVE-2026-83549 ist eine OS-Command-Injection-Schwachstelle in der Appliance Management Console, der Verwaltungsoberfläche des Geräts. Für eine erfolgreiche Ausnutzung muss sich ein entfernter Angreifer als Administrator anmelden können.

Unter bestimmten Bedingungen kann ein solcher Angreifer Betriebssystembefehle einschleusen und ausführen. Dadurch ist Remote Code Execution möglich. Anders als die CVSS-10-Sicherheitslücke UVD-2026-69704 / CVE-2026-83548 setzt EUVD-2026-69707 / CVE-2026-83549 somit bereits administrative Berechtigungen voraus.

Von beiden Schwachstellen betroffen sind die SMA1000-Versionen 12.4.3-03453 mit Plattform-Hotfix und älter sowie 12.5.0-02835 mit Plattform-Hotfix und älter. Unternehmen sollten ihre eingesetzten SMA1000-Appliances identifizieren und die von Sonicwall bereitgestellten Aktualisierungen zeitnah einspielen. Die Aufnahme der Sicherheitslücken in den CISA-KEV-Katalog und die Bestätigung aktiver Ausnutzung erhöhen die Priorität des Patchens.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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