Eleven/Commtouch Q1 Internet Threats Trend Report

Spam boomt, Penny-Stock-Mails erleben Comeback

| Redakteur: Stephan Augsten

Der Anti-Spam-Spezialist Eleven registriert derzeit wieder einen großen Anstieg unerwünschter E-Mails.
Der Anti-Spam-Spezialist Eleven registriert derzeit wieder einen großen Anstieg unerwünschter E-Mails. (Bild: Eleven Research)

Das Spam- und Phishing-Aufkommen ist im ersten Quartal 2013 wieder deutlich angestiegen, heißt es im Q1 Internet Threats Trend Report von Eleven und Commtouch. Täglich wurden weltweit 97 Milliarden Spam-Nachrichten und fast eine weitere Milliarde Malware-Mails versendet.

Zwischen Dezember 2012 und März 2013 hat sich das Spam-Aufkommen fast verdoppelt, der Anstieg betrug 98 Prozent. Phishing-Mails legten im gleichen Zeitraum um 74 Prozent zu, heißt es im aktuellen Eleven/Commtouch Q1 Internet Threats Trend Report.

Während des ersten Quartals 2013 wurden jeden Tag rund 97 Milliarden Spam-Mails versendet, berichtet der E-Mail-Sicherheitsdienstleister Eleven. Im März betrug die täglich registrierte Spam-Menge im Schnitt sogar 118 Milliarden E-Mails und nahm gegenüber dem Vormonat somit um 41 Prozent zu. Das Phishing-Aufkommen ging derweil um acht Prozent zurück.

Ungewöhnlich sind laut Eleven die Parallelen der Spam- und Malware-Entwicklung. Während sich die Wachstumsphasen traditionell eher abgewechselt hatten, kristallisiert sich seit 2012 ein Trendwechsel heraus: Das Aufkommen von E-Mails mit bekannter Malware stieg im ersten Quartal 2013 ebenfalls (um 157 Prozent), bei den Virenausbrüchen waren es sogar 290 Prozent.

Den Hauptursprung für Spam bildeten im ersten Quartal einmal mehr die USA mit einem Anteil von 9,1 Prozent am gesamten Aufkommen. Auf den Plätzen dahinter finden sich Weißrussland (6,5 Prozent), Spanien (5,6 Prozent) und Argentinien (5,0 Prozent), Deutschland belegt mit einem Anteil von 3,7 Prozent den achten Rang.

Penny-Stock-Spam, auch bekannt als "Pump and Dump Spam", feiert dem Eleven-Report zufolge ein Revival. Zwischen 2006 und 2008 waren die Nachrichten beliebt, um günstige Aktien mit geringem Handelsvolumen zu bewerben und dann teuer abzustoßen. In den vergangenen Jahren waren die E-Mails weitgehend verschwunden, im März waren 18 Prozent der 25 größten Spam-Wellen wieder dominierten Pump-and-Dump-Kampagnen zuzuordnen.

Weitere Hinweise auf die Entwicklung von Spam und Internet-Bedrohungen finden sich im vollständigen Eleven/Commtouch Q1 Internet Threats Trend Report.

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