Wir sind bereits in anderen Beiträgen darauf eingegangen, wie sich Synology-NAS-Systeme vor allem in KMU dazu eignen, Serverdienste zu betreiben und damit herkömmliche Server zu ersetzen. Dieser Beitrag zeigt, wie sich VMs auf einem Synology-NAS betreiben lassen.
Mit dem Synology Virtual Machine Manager lassen sich VMs auf einer Diskstation einrichten; das spart zusätzliche Hardware für virtuelle Maschinen ein.
(Bild: Joos - Synology)
Mit Synology Virtual Machine Manager können Unternehmen ihr NAS zu einem Virtualisierungs-Host für VMs ausbauen. Sinnvoll ist das für Serverdienste, die eigentlich eigene Hardware benötigen, sich aber problemlos auf dem NAS betreiben lassen. Dadurch lassen sich Server ersetzen, die ansonsten noch parallel zum NAS eingesetzt, gesichert, verwaltet und vor Ausfall geschützt werden müssten.
Auf der Webseite des Dienstes listet Synology die NAS-Systeme auf, mit denen Virtual Machine Manager (VMM) kompatibel ist. Sinnvollerweise sollte das Synology-NAS über genügend Arbeitsspeicher verfügen, damit sich VMs betreiben lassen. Mindestens 4 GB Arbeitsspeicher sind notwendig, besser deutlich mehr. Es ist bei vielen Diskstations einfach möglich, den Arbeitsspeicher upzudaten. Sinnvoller Weise sollten auf der Diskstation SSD zum Einsatz kommen. Ideal ist der zusätzliche Betrieb von NVMe, da das die Leistung noch mehr beschleunigen kann.
Virtual Machine Manager unterstützt das Active Directory aus dem Synology Directory Server und kann bereits bei der Erstellung einer VM auf die Daten aus Active Directory zugreifen.
Virtual Machine Manager integriert sich optimal in das Synology-NAS
Der Betrieb von Synology Virtual Machine Manager (VMM) integriert sich optimal in das Synology-NAS. Admins können Snapshots der VMs erstellen und diese direkt auf dem sicheren Datenspeicher des NAS ablegen. Außerdem können die VMs an Active Backup for Business angebunden werden. Dadurch lassen sich mit einer zentralen Lösung alle Daten auf einem NAS sichern, inklusive der VMs. Für größere Umgebungen ist es sogar möglich, bis zu 7 Synology-NAS-Systeme zu einem Virtualisierungs-Host zusammenzuschließen.
Windows und Linux virtualisieren und von überall nutzen
Mit VMM lassen sich Windows- und Linux-Computer virtualisieren, auch Windows 11. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, mobil auf einen Windows-11-Computer zuzugreifen, auch aus dem Internet. Wenn in einem Netzwerk vor allem Linux oder macOS zum Einsatz kommen, lassen sich mit VMs auf dem NAS virtuelle Windows-11-Computer auch für andere Betriebssysteme bereitstellen.
Einer der wichtigsten Einsatzgebiete für VMs auf einem Synology-NAS ist sicherlich der Betrieb von Windows-Servern auf dem NAS. Das ermöglicht es Unternehmen, Serverdienste komplett auf ein NAS auszulagern und dabei auf alle Funktionen von aktuellen Windows-Servern zugreifen zu können. Natürlich ist für den Betrieb eine Lizenz der Windows-Server notwendig.
VMM in Betrieb nehmen und Images bereitstellen
Um VMM in Betrieb zu nehmen, sollte auf dem NAS sinnvoller Weise DSM ab Version 7.1 installiert sein. Die aktuelle Version ist in der Systemsteuerung von DSM über "Info" zu sehen". Außerdem ist hier die CPU zu sehen, die im NAS eingebaut ist. Damit Windows mit VMM virtualisierbar ist, muss eine AMD- oder Intel-CPU verbaut sein.
Die Installation und Einrichtung von VMM erfolgt über das Paketzentrum. Über "Installieren" wird das Paket installiert. Sind noch weitere Pakete notwendig, zeigt der Installationsassistent das an. Mit "Ja" werden auch diese Pakete installiert, zum Beispiel der Replication Service. Nach der Installation steht Virtual Machine Manager über das Startmenü zur Verfügung und lässt sich einrichten.
Im ersten Schritt überprüft der Einrichtungsassistent, ob die einzelnen Elemente auf dem NAS vorbereitet sind. Wichtig ist Open vSwitch für die virtuellen Switches der VMs und die Kompatibilität des Datenspeichers und der CPU. Danach erfolgt die Auswahl des Volumes, auf dem die Daten der VMs gespeichert werden sollen. Generell kann es aus Leistungsgründen sinnvoll sein, einen eigenen Speicherpool und ein eigenes Volume für die Speicherung der VMs zu verwenden. Danach ist die Einrichtung abgeschlossen und in der Weboberfläche lassen sich VMs erstellen und verwalten.
Über den Menüpunkt "Image" lassen sich mit "ISO-Datei -> Hinzufügen" ISO-Dateien auf das NAS laden. Damit kann im Anschluss zum Beispiel Windows-Server oder auch Windows 10/11 als VM auf dem NAS installiert werden. Der Status des Uploads ist im Fenster zu erkennen. Sobald die ISO-Datei auf dem NAS zur Verfügung steht, lassen sich VMs erstellen.
Windows Server 2022 als VM auf einem Synology-NAS betreiben
Sobald über den Menüpunkt "Image" die ISO-Dateien für das Erstellen von VMs hochgeladen sind, lassen sich über "Virtuelle Maschine -> Erstellen" neue VMs mit VMM auf dem Synology-NAS bereitstellen. Im Assistenten kann anschließend "Microsoft Windows" ausgewählt werden. Hier stehen aber auch Linux, Synology Virtual DSM und andere zur Verfügung.
Stand: 08.12.2025
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Im Rahmen der Einrichtung der VM wird zunächst der Datenspeicher ausgewählt, in dem die Daten der VM gespeichert werden sollen. Danach erfolgt die Konfiguration der virtuellen Hardware und der Einstellungen der VM. Neben dem Namen lassen sich an dieser Stelle die virtuellen CPUs zuweisen, der Arbeitsspeicher, die Grafikkarte und die Priorität der VM.
Danach erfolgt die Erstellung der virtuellen Festplatte für die VM. Über das Plus-Zeichen lassen sich an dieser Stelle der VM auch gleich mehrere, virtuelle Festplatten zuordnen. Im Anschluss erfolgt die Konfiguration des virtuellen Netzwerks. Hier können die Standardeinstellungen belassen oder angepasst werden. In den Einstellungen können zum Beispiel das Modell der virtuellen Netzwerkkarte und die Mac-Adresse gesteuert werden. Für Windows-Server ist bei den virtuellen Netzwerkkarten die Auswahl von "virtio" sinnvoll.
Guest-Tools für VMs herunterladen
Wie bei anderen Virtualisierungs-Lösungen auch spielen die Guest-Tools für VMs eine wichtige Rolle für stabilen und schnellen Betrieb. Im Rahmen der Einrichtung einer VM bietet der Installations-Assistent den Download der Guest-Tools an. Die virtuellen Treiber sollten möglichst heruntergeladen und in die VM integriert werden.
In den Einstellungen der VM muss danach noch mit "Durchsuchen" oder direkter Auswahl aus dem Dropdownmenü die ISO-Datei von Windows Server 2022 oder Windows 10/11 ausgewählt werden. Dazu muss diese im Vorfeld auf das NAS geladen werden, wie zuvor beschrieben.
Außerdem lässt sich an dieser Stelle der Autostart für die VM festlegen sowie das Tastatur-Layout. Danach lassen sich Berechtigungen zuordnen. Wenn auf dem NAS bereits Synology Directory Server installiert ist, lassen sich Berechtigungen aus dem Active Directory auslesen. Danach erscheint eine Zusammenfassung und mit "Fertig" wird die VM erstellt. Nach Abschluss der Erstellung einer VM bereitet Virtual Machine Manager diese vor und startet sie automatisch. Danach erfolgt die Installation der VM. Sobald die VM installiert ist, lässt sich das virtuelle Betriebssystem als Domänenmitglied hinzufügen, wenn auf dem NAS zusätzlich auch noch Synology Directory Server im Einsatz ist.