Definition ISO | International Organization for Standardization Was ist die ISO?

Die International Organization for Standardization ist ein Zusammenschluss von Normungsgremien aus derzeit 165 Ländern. Deutschland ist durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) bei der ISO vertreten. Die ISO entwickelt in verschiedenen Bereichen weltweit gültige Standardnormen und arbeitet unter anderem mit der ITU und der IEC zusammen. Der Sitz der 1947 gegründeten Organisation ist in Genf.

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Die ISO (International Organization for Standardization) ist eine Organisation für die Entwicklung weltweiter Standardnormen.
Die ISO (International Organization for Standardization) ist eine Organisation für die Entwicklung weltweiter Standardnormen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

ISO ist das Akronym für International Organization für Standardization. Es handelt sich bei dieser Nichtregierungsorganisation um einen Zusammenschluss von Normungsgremien aus derzeit 165 verschiedenen Ländern. Die Organisation wurde bereits im Jahr 1947 gegründet und hat ihren Sitz im schweizerischen Genf. Jedes Land ist jeweils durch ein Normungsgremium vertreten. Für die Bundesrepublik Deutschland ist das Deutsche Institut für Normung (DIN) in der International Organization for Standardization tätig. Die Organisation entwickelt in verschiedenen Bereichen weltweit gültige Standardnormen, die einen grenzüberschreitenden Austausch von Produkten und Dienstleistungen im Sinne eines freien Welthandels und Technologietransfers erleichtern sollen. Ein weiteres Ziel der Normierungsarbeit ist die Förderung einer länderübergreifenden technologischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

Die von der ISO erarbeiteten Standards werden in Form von Dokumenten gegen Gebühr bereitgestellt. Für die Bereiche Elektrik, Elektronik und Telekommunikation sind andere Normungsorganisationen wie die International Electrotechnical Commission (IEC) und die International Telecommunication Union (ITU) zuständig. ISO, IEC und ITU bilden zusammen die World Standards Cooperation (WSC). Einige Standards erarbeiten die WSC-Organisationen gemeinsam. Zu erkennen ist das an der Normenbezeichnung, bei der die beteiligten Organisationen mit einem Schrägstrich getrennt einer eindeutigen Nummer vorangestellt sind (beispielsweise ISO/IEC xxxx). Die International Organization for Standardization arbeitet auch mit dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) zusammen, das für die Überführung von ISO-Normen in das europäische Normensystem zuständig ist.

Die verschiedenen Stufen des Normierungsprozesses

Eine von der International Organization for Standardization entwickelte Norm durchläuft im Normierungsprozess verschiedene Stufen. Maximal sind dies folgende sechs Stufen:

  • die Vorschlagstufe
  • die Bearbeitungsstufe
  • die Komiteestufe
  • die Umfragestufe
  • die Annahmestufe
  • die Veröffentlichungsstufe

Während in der Vorschlagstufe die Informationen zum Normungsvorhaben zunächst gesammelt und bewertet werden, beginnt in der Bearbeitungsstufe eine Arbeitsgruppe von Experten und Interessenvertretern einen ersten Entwurf zu erarbeiten. Aus diesem Entwurf entsteht in der Komiteestufe eine Komiteeentwurf. Es folgt ein Umfrageentwurf, der kommentiert werden kann und über den abgestimmt wird. Nach einer erfolgreichen Abstimmung schließt sich die Annahmestufe an, in der ein Schlussentwurf zur Kommentierung und Abstimmung veröffentlicht wird. Durch die Annahme des Schlussentwurfs kann die Norm in der Veröffentlichungsstufe als internationale Norm veröffentlicht werden. Einige der Stufen sind optional und müssen nicht zwingend durchlaufen werden. Grundsätzlich müssen zur Annahme einer Norm mindestens zwei Drittel der Organisationsmitglieder bejahend zustimmen. Nicht mehr als ein Viertel der Mitglieder darf die Norm ablehnen. Neben diesen sechs Stufen gibt es mit der Überprüfungsstufe und der Rückzugsstufe noch zwei weitere Normierungsstufen.

Beispiele für ISO-Normen

Seit ihrem Bestehen hat die ISO eine Vielzahl an Normen erarbeitet und veröffentlicht. Sie sind mit einem Herausgeberkürzel und einer Nummer zwischen 1 und 99999 gekennzeichnet. Im Folgenden einige Beispiele solcher Normen:

  • ISO 3758 (Pflegekennzeichnungscode für Bekleidung)
  • ISO 5800 (Lichtempfindlichkeit von Farb-Negativfilmen)
  • ISO 8601 (Empfehlungen über numerische Datumsformate und Zeitangaben)
  • ISO 9001 (Implementierung und Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems)
  • ISO 9995 (Tastaturbelegung)
  • ISO/IEC 7498 (OSI-Referenzmodell)
  • ISO/IEC 27000 (Reihe von Standards zur Informationssicherheit)
  • ISO/IEC 12207 (Lifecycle-Managementprozess für Software)
  • ISO/IEC 31000 (Risikomanagement-Framework)

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