Sichere Speicherlösung Daten im Network Attached Storage schützen – das braucht's dazu

Aktualisiert am 27.08.2025 Von Melanie Staudacher 4 min Lesedauer

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NAS-Systeme sind leistungsstarke Speicherlösungen, aber auch attraktive Angriffsziele. Welche Sicherheitsfunktionen Ihr Network Attached Storage braucht, um vor unbefugtem Zugriff sicher zu sein, erläutern wir am Beispiel der Lösung von Synology.

Ein NAS dient als Backup, Virtualisierungsplattform und Cloud-Schnittstelle und ist über ein LAN mit dem Unternehmen verbunden.(Bild:  photostockatinat - stock.adobe.com / KI-generiert)
Ein NAS dient als Backup, Virtualisierungsplattform und Cloud-Schnittstelle und ist über ein LAN mit dem Unternehmen verbunden.
(Bild: photostockatinat - stock.adobe.com / KI-generiert)

Moderne NAS-Systeme (Network Attached Storage) sind heute weit mehr als nur einfache Datei-Speicher. Sie können in Unternehmen als Backup-Lösung, Virtualisierungsplattform und Cloud-Schnittstelle fungieren. Gerade für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist ein NAS die ideale Lösung aufgrund seiner einfachen Verwaltung und Skalierbarkeit. Auch die Kostenersparnis im Vergleich zu Cloud-Diensten oder klassischen Server-Lösungen und die hohe Datensicherheit sind Argumente für ein Network Attached Storage. Und genau deswegen sind die Systeme aber auch beliebte Angriffsziele für Ransomware, Malware und unbefugte Zugriffe. Im schlimmsten Fall können Cyberkriminelle ganze NAS-Systeme übernehmen. Wie Sie Ihr NAS-System vor Ransomware schützen, erklären wir in einem separaten Beitrag.

Was ist ein Network Attached Storage?

Ein Network Attached Storage (NAS) ist ein zentraler Speicherserver, der über ein lokales Netzwerk (LAN) verbunden ist und mehreren Geräten gleichzeitig Zugriff auf gespeicherte Daten ermöglicht. Anders als externe Festplatten oder USB-Sticks ist ein NAS rund um die Uhr erreichbar und bietet eine netzwerkbasierte Speicherlösung, die sich flexibel verwalten und erweitern lässt.

Ein NAS besteht aus einer oder mehreren Festplatten, die in einem RAID-Verbund (Redundant Array of Independent Disks) organisiert sein können, um Datensicherheit und Ausfallschutz zu gewährleisten. Die Verwaltung erfolgt über ein eigenes Betriebssystem, das auf Dateifreigaben, Zugriffssteuerung und Sicherheitsmechanismen spezialisiert ist.

Vorteile eines NAS gegenüber anderen Speicherlösungen

  • Zentraler Speicherplatz: Alle Daten liegen an einem zentralen Ort, auf den berechtigte Nutzer von verschiedenen Geräten aus zugreifen können.
  • Flexibilität und Skalierbarkeit: Der Speicherplatz kann durch zusätzliche Festplatten oder Cloud-Anbindungen erweitert werden.
  • Datensicherung und Wiederherstellung: Viele NAS-Systeme unterstützen automatische Backups und Replikation an externe Standorte.
  • Geringere Kosten als Cloud-Dienste: einmalige Investition ohne laufende Gebühren für Speicherplatz wie bei Cloud-Diensten

NAS-Lösungen von Synology

Sowohl für Privat- wie auch für Firmenkunden gilt Synology als einer der Marktführer für NAS-Systeme. Nach eigenen Angaben ist der Hersteller aus Taiwan branchenführend, besonders sicher und skalierbar und wurde seit 2020 über sechs Millionen mal installiert. Die wohl bekannteste NAS-Lösung von Synology ist die DiskStation.

Die DiskStation-Serie umfasst eine breite Palette von NAS-Systemen. Sie bietet skalierbaren Speicher, hohe Leistung und umfassende Sicherheitsfunktionen. Je nach Modell können Unternehmen zwischen 2-Bay- bis 24-Bay-Lösungen (Einschub für Festplatten oder Solid State Drives) wählen, die RAID-Schutz, SSD-Caching und erweiterte Netzwerkfunktionen bieten. Auf DiskStation läuft das Betriebssystem DiskStation Manager (DSM). Es zeichnet sich durch eine intuitive, webbasierte Benutzeroberfläche mit umfangreichen Funktionen für Datensicherheit, Zugriffskontrolle, Netzwerkschutz und Virtualisierung aus.

So sichert ein NAS Daten

Ein NAS-System sollte über mehrere Sicherheitsfunktionen verfügen, um Datenverlust, unbefugten Zugriff und andere Arten von Cyberangriffen zu verhindern. Hier sind die wichtigsten Funktionen, die Unternehmen einsetzen sollten, um ihr NAS abzusichern:

  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und benutzerdefinierte Zugriffsrechte und Zertifikate, um Benutzerkonten auf NAS-Systemen effektiv zu schützen. Beim DiskStation Manager haben Nutzer zwei Möglichkeiten für die sichere Authentifizierung: Bei der einstufigen Authentifizierung müssen Anmeldeversuche zusätzlich über die Secure SignIn App genehmigt werden. Entweder durch biometrische Authentifizierung am Gerät, mithilfe des Hardware-Sicherheitsschlüssels oder des Einmalkennworts. Sicherer ist jedoch die zweistufige Authentifizierung. Die Synology 2FA fordert, dass Nutzer sich zuerst mit ihrem Kennwort anmelden und dann ihre Identität erneut mit einer zweiten Authentifizierungsmethode verifizieren.
  • IP-Zugriffskontrollen und Blacklisting zur Begrenzung des Zugriffs auf vertrauenswürdige IP-Adressen. Synology verfügt über die Funktion Auto Block sowie die Möglichkeit, Freigabe- und Blockierungslisten zu verwalten.
  • Firewall-Funktionen zum Schutz vor unautorisierten Verbindungen und Angriffen aus dem Internet. Synology DSM ermöglicht das Erstellen von eigenen Firewall-Regeln.
  • Secure Sockets Layer (SSL) und TLS-Verschlüsselung, wie sie die meisten Anbieter, so auch Synology, standardmäßig anbieten
  • Einen Malware-Schutz für Ihr NAS-System, das Dateien auf Bedrohungen hin scannt. Synology ist beispielsweise mit McAfee, Antivirus Essential oder Bitdefender for MailPlus kompatibel.
  • Intrusion Detection & Prevention System zum Schutz vor Eindringlingen und verdächtigen Netzwerkaktivitäten. Synology bietet diese Funktion hauptsächlich über seine Router-Modelle an, wie beispielsweise den RT2600ac, der mit der Threat-Prevention-Technologie ausgestattet ist.
  • Automatische Sicherheitsupdates, die Schwachstellen durch regelmäßige Patches schließen
  • Eine zentrale Protokollverwaltung, zum Beispiel mit dem Synology Protokoll-Center, die Systemereignisse und Anmeldeversuche speichert und analysiert
  • Audit-Logs für die Protokollierung aller administrativen Änderungen für eine bessere Nachverfolgung
  • Ein Benachrichtigungssystem, das Warnungen bei verdächtigen Aktivitäten oder Systemfehlern versendet
  • Festplattenverschlüsselung zum Schutz gespeicherter Daten vor physischem Diebstahl
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates, um Sicherheitslücken zu schließen

Neben präventiven Maßnahmen sollte ein NAS auch über Funktionen zur Wiederherstellung nach einem Cyberangriff verfügen:

  • RAID-Schutz für den Schutz vor Festplattenausfällen durch Redundanzmechanismen. Synology hat mit Hybrid RAID eine eigene Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Festplatten jeder Größe mit sichergestellter Redundanz zu nutzen.
  • Snapshot-Technologie, wie Snapshot Replication von Synology, als Möglichkeit, Dateien auf einen früheren Stand zurückzusetzen
  • Automatische NAS-Backups zur Unterstützung von Offsite- und Cloud-Backups, zum Beispiel mit AWS, Google Drive oder Synology C2
  • Integrierte Disaster Recovery, die Optionen zur schnellen Wiederherstellung nach einem Angriff oder Ausfall bereithält. Bei Synology stellen die Funktionen Hyper Backup, Active Backup sowie Snapshots eine schnelle Datenwiederherstellung sicher.

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