Teletrust Positionspapier Neue Forderungen für die Cybernation

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Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) hat sein im Februar 2025 veröffentlichtes Positionspapier „Cyber-Nation“ überarbeitet und erneuert. Neu sind konkrete Forderungen, etwa zu Backdoor-Verboten, europäischer Cloud-Souveränität und staatlicher Beschaffung von IT-Services und -Produkten.

Teletrust aktualisiert das Positionspapier „Cybernation“ in Hinblick auf geopolitische Entwicklungen.(Bild:  KI-generiert)
Teletrust aktualisiert das Positionspapier „Cybernation“ in Hinblick auf geopolitische Entwicklungen.
(Bild: KI-generiert)

Das Teletrust-Positionspapier „Cybernation“ formuliert zentrale Ziele und konkrete Maßnahmen, um Deutschland zur Cybernation zu entwickeln. Die zweite Version des Papiers enthält mehrere neue Elemente. Diese berücksichtigen insbesondere geopolitische Entwicklungen, regulatorische Rahmenbedingungen und neue strategische Impulse. Dabei wird die Rolle der Politik als Impulsgeber und langfristiger Unterstützer benannt. Version zwei des Positionspapiers formuliert explizit, dass eine erfolgreiche Umsetzung der Cyber-Nation-Strategie nur im Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Forschung, Behörden und Zivilgesellschaft möglich ist.

Berücksichtigung geopolitischer Entwicklungen

Die neue Version bezieht sich vor allem auf aktuelle internationale Entwicklungen. Dazu zählen die US-amerikanische Digital- und KI-Strategie wie das Stargate-Projekt. Teletrust fordert einen europäischen Gegenentwurf, insbesondere im Hinblick auf technologische Souveränität und Rechenzentrumsinfrastruktur.

Außerdem nimmt die neue Fassung Bezug auf eine im Frühjahr 2025 veröffentlichte Meldung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Darin nimmt das Amt Stellung zur technologischen Souveränität im Kontext „Cyber Dominance“. Damit wird die Verzahnung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Strategien zur digitalen Selbstbestimmung betont.

In diesem Zuge erkennt Teletrust Kunst, Kultur, Medien, Militär und Zivilgesellschaft als integrale Teile einer sicheren digitalen Ordnung an. Das erweitert das ursprüngliche Zielbild. Dieses fokussierte sich zuvor stärker auf klassische IT- und Wirtschaftsakteure.

Konkrete Maßnahmen

Die neue Fassung des Positionspapier enthält zusätzlich konkrete Forderungen, darunter:

  • Verbot von Backdoors oder geschwächter Verschlüsselung,
  • mehr Zentralisierung statt Fragmentierung in der Governance,
  • klare politische Bekenntnisse zu kompromissloser IT-Sicherheit,
  • Aufbau von Sicherheitsinfrastrukturen auf Basis gemeinsamer europäischer Werte.

Diese Forderungen sollen die digitale Souveränität und Resilienz Deutschlands nachhaltig absichern und stärken. Nicht nur auf strategischer Ebene, sondern auch durch praxisnahe, umsetzbare und verbindliche Maßnahmen.

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