Forderungen von Teletrust So soll die Vision der „Cybernation“ Wirklichkeit werden

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Als eine ganzheitliche Aufgabe von Politik, Industrie und Gesellschaft sieht der Teletrust-Verband die Umsetzung der Vision der Cybernation Deutschland an. Dafür brauche es mehr souveräne Lösungen made in EU, die IT-Sicherheit von Anfang an mitdenken.

Unter der Cybernation Deutschland versteht das BSI ein Deutschland, welches führend in der digitalen Welt ist und gleichzeitig über eine hohe Cyberresilienz verfügt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Unter der Cybernation Deutschland versteht das BSI ein Deutschland, welches führend in der digitalen Welt ist und gleichzeitig über eine hohe Cyberresilienz verfügt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Nachdem Bundesinnenministerin Nancy Faeser gemeinsam mit BSI-Präsidentin Claudia Plattner am 6. Februar 2024 im Rahmen der Eröffnung des neuen Nationalen IT-Lagezentrums den Startschuss für die „Cybernation Deutschland“ gegeben hat, veröffentlichte der Teletrust-Verband nur Forderungen zur Umsetzung. Zwar hat sich das BSI bereits auf die Fahne geschrieben, Cybersicherheit messbarer zu machen und die eigenen Vorgaben und Normen zur IT-Sicherheit noch praxisnaher zu gestalten, doch der Verband kritisiert, dass derzeit zu viele Einzelinitiativen existieren würden, die kaum oder nur zu geringe Wirkung zeigten.

Forderungen an die Politik

Daher brauche es dringend eine Umsetzungsstrategie, die strategische Ziele definiert, Maßnahmen priorisiert und festlegt. Auch eine Aufgabenverteilung zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Hersteller- und Anwendungsunternehmen, Recht, Gesellschaft und Forschung sei notwendig. Auch weitere Stakeholder wie die Zivilgesellschaft, Recht, Kunst und Kultur, Militär und Medien würden eine wesentliche Rolle für die Vision der Cybernation spielen. Zudem ruft der Teletrust-Verband die Politik dediziert auf, den Startimpuls für die Umsetzungsstrategie zu setzen und sie langfristig zu unterstützen und stellt klare Forderungen auf:

  • 1. Klares Bekenntnis zu (unbeschränkter) IT-Sicherheit und zu einem ganzheitlichen Blick auf IT-Sicherheitsarchitekturen
  • 2. Europäische IT-Sicherheitsgesetze für eine erhöhte Rechts- und Investitionssicherheit. Diese sollen klar, konsolidiert und praxisorientiert sein.
  • 3. Verbot der Kompromittierung von IT-Sicherheit, keine Backdoors oder geschwächte Verschlüsselung
  • 4. Auf- und Ausbau von IT-Sicherheitsinfrastrukturen, sowohl technisch als auch organisatorisch, für Bürger, Unternehmen und Verwaltung fordern und fördern
  • 5. Mehr und integral wirkende IT-Sicherheitstechnologie „made in Germany/EU“ in der Praxis
  • 6. Digitale Souveränität im Bereich IT-Sicherheit schaffen
  • 7. Cyber-Sicherheit muss konsequent schon beim Design und der Entwicklung neuer Dienste und Architekturen mitgedacht werden. Gleichzeitig soll immer wieder die richtige Balance aus Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit gefunden werden.

Dr. Kim Nguyen, TeleTrusT-Vorstand, hat die Erarbeitung des Positions- und Forderungspapiers koordiniert und betont, dass Deutschland und Europa angemessen und souverän die digitale Zukunft gestalten können. „Die Vision der Cybernation Deutschland, wie sie durch die BSI Präsidentin Claudia Plattner vorgestellt wurde, unterstützt Teletrust uneingeschränkt. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind dabei ein klares Bekenntnis zu unbeschränkter IT-Sicherheit und zu einem ganzheitlichen Blick auf IT-Sicherheitsarchitekturen, der Auf- und Ausbau von IT-Sicherheitsinfrastrukturen für Bürger, Unternehmen und Verwaltung sowie mehr und integral wirkende IT-Sicherheitstechnologie 'made in Germany/made in EU' in der Praxis. Nur so kann letztlich digitale Souveränität im Bereich IT-Sicherheit geschaffen werden – für eine werteorientierte, sichere und vertrauenswürdige digitale Zukunft.“

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