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Geschäftliche Kommunikation über Soziale Netzwerke Tipps für Social-Media-Richtlinien im Unternehmen

| Redakteur: Stephan Augsten

Ob Ankündigungen, Marketing oder Support: Die geschäftliche Kommunikation läuft vermehrt über soziale Netzwerke. Um Konflikte zwischen privatem Handeln und dienstlichen Pflichten der Mitarbeiter zu vermeiden, gibt die Carmao GmbH wichtige Tipps für Unternehmen.

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Social Networking im Unternehmen erfordert klare Sicherheitsrichtlinien.
Social Networking im Unternehmen erfordert klare Sicherheitsrichtlinien.
(Bild: Sergej Khackimullin - Fotolia.com)

Soziale Netzwerke wie Facebook, XING und Twitter, aber auch Foren, Wikis und Blogs, sind öffentlicher Raum, der laut der Carmao GmbH oft unbedacht betreten wird. Angesichts der Vorteile dieser und anderer Internet-Kanäle macht sich kaum ein Nutzer Gedanken über die Risiken.

Welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern, haben in diesem Jahr bereits das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz und die Hochschule Augsburg geschildert (Security-Insider.de berichtete). Technische Herausforderungen wie die Überlastung des Netzwerks oder Malware-Einbrüche sind dabei eher geringfügige Probleme, ebenso wie der oft befürchtete Produktivitätsverlust.

Viel schwieriger wird es, wenn die Mitarbeiter geltendes Recht missachten und gegen Datenschutz-Vorgaben sowie Verschwiegenheitspflichten verstoßen. Dann drohen Imageschäden, die das Unternehmen teuer zu stehen kommen können. Auch die Gefahr der Industriespionage ist bei allzu mitteilungsbedürftigen Angestellten gegeben.

Mit klaren Richtlinien auf der sicheren Seite

Die häufigste Problematik ist laut der Carmao GmbH der Konflikt zwischen privaten und geschäftlichen Interessen. Um derartige Risiken zu vermeiden, entwickelt die Carmao GmbH entsprechende Social-Media-Richtlinien für Unternehmen und deren Angestellte.

Die Regeln sollten Carmao zufolge zwischen Mitarbeitern mit und ohne dienstlichen Bezug zu sozialen Medien differenzieren. Jedoch müsse grundsätzlich bei allen Beteiligten sichergestellt werden, dass sie bei jeglichen Postings das Ansehen und die Informationswerte des Unternehmens wahren.

Carmao rät dazu, vor diesem Hintergrund die Nutzungs- und Urheberrechtsbestimmungen zu lesen sowie die Voreinstellungen zu prüfen. Bei privater Nutzung sollten die Mitarbeiter von der Nennung des Arbeitgebers und der Verwendung des Logos oder Schriftzuges absehen. Außerdem sollten die Richtlinien jegliche Aktivitäten berücksichtigen, die die Produktivität des Mitarbeiters oder das geistige Eigentum Dritter gefährden.

Mitarbeiter mit dienstlicher Nutzung der sozialen Medien sollten sich öffentlich identifizierbar machen und angemessen bzgl. der Angaben und Fotos agieren. Ein respektvoller Umgang mit den Kontakten ist dabei genauso unabdingbar wie eine neutrale Meinung, gefragt sind fachliche Inhalte. Werden Erkenntnisse der Arbeit veröffentlicht, ist es empfehlenswert, im Vorfeld einen Disclaimer zu definieren. Vertrauliche Firmeninformationen dürfen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

„Dies sind nur einige Hinweise, welche Aspekte es in jedem Fall zu beachten gilt, wenn Richtlinien erstellt werden, die den Umgang mit Social Networks regeln“, betont ", erklärt Ulrich Heun, Geschäftsführer und CEO der Carmao GmbH. Er empfiehlt, im Vorfeld eine individuelle Risikobewertung und Zieldefinition durchzuführen, um hieraus sinnvolle Guidelines ableiten zu können.

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