Erstes Update beim Patchday im März 2026 Überraschendes Notfall-Update für Windows 11

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Drei Sicherheitslücken, die bereits beim März-Patchday von Microsoft be­hoben wurden, erhalten nun einen Hotpatch, der keinen Neustart mehr erfordert. Dies war nicht für alle Nutzer möglich, sodass Microsoft eine schnelle Alternative bieten musste.

Der Hotpatch für Windows 11 vom 13. März 2026 bezieht sich auf Systeme mit den Architekturen x64 und Arm64.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Der Hotpatch für Windows 11 vom 13. März 2026 bezieht sich auf Systeme mit den Architekturen x64 und Arm64.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Am 13. März 2026, drei Tage nach dem Patch Tuesday, veröffentlichte Microsoft ein außer­plan­mä­ßiges Sicherheitsupdate für Windows 11, Version 25H2 and 24H2 (KB5084597). Es adressiert folgende Sicherheitslücken

Der Hotpatch für die Sicherheitslücken kommt überraschend, da sie bereits beim März-Patchday am 10. März 2026 behoben wurden.

Hotpatch ohne Reboot

Die drei Sicherheitslücken betreffen den Routing and Remote Access Service von Microsoft und können zur Remote Code Execution führen. Dabei kann bereits die Verbindung zu einem bös­ar­ti­gen Server ausreichen, um die Angriffskette auszulösen.

Laut Forbes liege der Grund für den neuen Sicherheitshinweis darin, dass der Patch, der beim Patchday herausgegeben wurde, einen Neustart des Geräts erfordert. Doch Geräte, auf denen kritischen Anwendungen oder Dienste laufen, können aus in der Regel nicht einfach so neu ge­startet werden. Der nun veröffentlichte Hotpatch hingegen erfordert keinen Reboot. Dieser wird nach dem manuellen Herunterladen und der Installation direkt im Arbeitsspeicher lau­fen­der Prozesse bereitgestellt. Dieses gilt allerdings nur für Geräte mit aktiviertem Hotpatch-Modus. Nutzer, deren Geräte reguläre Windows-Updates erhalten, müssen nichts unternehmen. Wer bereits die früheren Updates vom Patchday am 10. März installiert hat, muss ebenfalls nicht ak­tiv werden, da das Windows-11-Gerät nur die neuen Hotpatch-Updates herunterlädt und in­stal­liert, ohne dass ein Neustart erforderlich ist.

Keine der Sicherheitslücken wurde bisher als aktiv ausgenutzt gemeldet. Dennoch sollten Nutzer gegenchecken, ob ihre Windows-Systeme auf dem neuesten Stand sind und den Hotpatch erhalten haben.

Zudem kündigte Microsoft Anfang März 2026 an, dass ab Mai 2026 Hotpatch-Updates stan­dard­mäßig aktiviert werden. Diese Updates ermöglichen es, Sicherheitskorrekturen an­zu­wen­den, ohne dass ein Neustart des Geräts erforderlich ist. Das soll den Update-Prozess erheblich beschleunigen. Da die Hotpatch-Updates sofort nach der Installation wirksam sind, können Organisationen dem Hersteller zufolge damit in der Hälfte der Zeit eine 90 prozentige Com­pliance erreichen. In diesem Zuge wird Microsoft ab dem 1. April 2026 neue Ver­wal­tungs­op­tio­nen bereitstellen, falls Unternehmen noch nicht bereit sind, sofort auf Hotpatch-Updates um­zusteigen.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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