Cloud und KI verändern Access Management Access Management zukunftssicher gestalten

Ein Gastbeitrag von Alejandro Leal 2 min Lesedauer

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Access Management entwickelt sich rasant weiter. Unternehmen müssen neue Authentifizierungsstrategien, hybride Architekturen und KI-Identitäten integrieren – und dabei Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Governance in Einklang bringen.

Access Management muss sich heutigen Herausforderungen wie KI-Identitäten, hybriden Umgebungen und passwortloser Authentifizierung stellen.(Bild:  © sdecoret - stock.adobe.com)
Access Management muss sich heutigen Herausforderungen wie KI-Identitäten, hybriden Umgebungen und passwortloser Authentifizierung stellen.
(Bild: © sdecoret - stock.adobe.com)

Access Management steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Während Unternehmen zu­neh­mend ihre IT-Workloads in die Cloud verlagern, setzt sich Identity as a Service (IDaaS) immer mehr als strategische Alternative zu klassischen On-Premises-Lösungen im Identity & Access Management (IAM) durch. Im aktuellen „Leadership Compass Access Management“ analysiert das Analystenhaus Kuppingercole, wie sich der Markt an diesen Wandel anpasst – und was das für Unternehmen bedeutet, die sich in einem zunehmend komplexen Bedrohungsumfeld behaupten müssen.

Spagat im Access Management

Ein zentrales Ergebnis: On-Premises-Systeme spielen weiterhin eine Rolle, vor allem wenn es um Legacy-Integration oder bestimmte Compliance-Anforderungen geht. Die meiste Inno­vation findet aber im IDaaS-Bereich statt. Cloud-native Anbieter entwickeln sich schnell weiter, stoßen jedoch häufig bei hybriden Szenarien an Grenzen. Klassische Anbieter bieten dagegen solide Unterstützung für bestehende Systeme, kämpfen aber mit der technologischen Aktualisierung.

Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, nicht-menschliche Identitäten, wie etwa autonome KI-Agenten, moderne Authen­tifi­zierungs­verfahren, einheitliche Nutzererlebnisse und die Integration von Cloud- und On-Premises-Umgebungen unter einen Hut zu bringen – ohne dabei Benutzerfreundlichkeit oder Governance zu gefährden.

IAM braucht modulare Strategien

Deshalb gewinnen modulare Ansätze zunehmend an Bedeutung. Das IAM sollte nicht auf einer einzelnen Technologie basieren, einem bestimmten Tool oder einem spezifischen Cloud-Dienst. Vielmehr sollten Unternehmen ein umfassendes Architekturkonzept für das Identity & Access Management über die gesamte Organisation hinweg etablieren. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist das Identity-Fabric-Konzept von Kuppingercole. Dabei werden verschiedene Tools und Dienste kombiniert, die spezifische Lücken schließen. Ein solcher modularer Ansatz ist entscheidend, um aktuellen und zukünftigen Bedrohungen im Identitätskontext wirksam zu begegnen und gleichzeitig moderne Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.

Sowohl Anbieter als auch Entscheider auf Kundenseite sollten jetzt auf flexible Architekturen, starke ITDR-Funktionen (Identity Threat Detection and Response) und passwortlose Authentifizierung setzen. Angesichts dieser Trends und Herausforderungen müssen Unternehmen einen proaktiven Ansatz zur Modernisierung ihrer Authentifizierungsstrategien wählen. Dazu gehört die Investition in zukunftssichere Zugangsverwaltungslösungen, bei denen Interoperabilität, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund stehen. Die Anbieter wiederum müssen sich auf offenere, flexiblere und integrierte Architekturen einstellen, die es Unternehmen ermöglichen, neue Authentifizierungstechnologien ohne unnötige Komplexität zu übernehmen. Der Markt entwickelt sich rasant – mit einer klaren Strategie lässt sich Access Management aber zukunftssicher aufstellen.

Aussichten für den IAM-Markt

Basierend auf dem aktuellen Leadership Compass Access Management beträgt die Compound Annual Growth Rate des Access Management-Marktes circa 15 Prozent, was bis Ende 2025 zu einem Wachstum des Marktes um 3 Milliarden US-Dollar führen würde. Die Kontrolle der Benutzerzugriffe sowie die Unterstützung moderner Authentifizierung und Föderation mit Zielsystemen ist weiterhin ein wachsender Markt. Dieses erwartete Wachstum steht im Einklang mit dem Gesamtwachstum der Märkte für Cybersicherheit und IAM, das in den vergangenen Jahren zu beobachten war. Access Management ist ein globaler Markt, wobei Nordamerika und EMEA die wichtigsten Regionen sind und 39,1 Prozent beziehungsweise 38,6 Prozent des Gesamtumsatzes in diesem Markt ausmachen.

Über den Autor: Alejandro Leal ist Senior Analyst bei KuppingerCole, einem IT-Analystenunternehmen mit Hauptsitz in Wiesbaden.

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