Internet-Sicherheit zunehmend durch Cyber-Verbrecher bedroht

Antivirus-Hersteller auf der Jagd nach raffinierter Malware

Seite: 6/7

Anbieter zum Thema

Admin-Rechte für Kriminelle

Durch das Eindringen in Internet-Rechner schaffen es Angreifer, administrative Rechte über das betroffene System zu erlangen, sensible Daten auszuspähen oder auch beliebige Systemveränderungen zu veranlassen. Als besonders perfide schätzen die Virenspezialisten die Tatsache ein, dass nach einer Infektion keine aktive Kooperation des Anwenders oder besondere Konfiguration des angegriffenen Systems nötig ist.

Bot-Netze können nach Erkenntnissen der Antivirus-Forscher zu so genannten Super-Bot-Netzen heranwachsen, die mehrere Hunderttausend Rechner umfassen. Eine ideale Basis für den leidigen Spam-Versand an Millionen Empfänger oder für verteilte DoS-Attacken. Die Betreiber von Bot-Netzen machen immer häufiger Kasse und bieten Spammern ihre Rechnerverbünde zum Kauf an.

Der Trend zum Crime-Business hat noch andere Facetten. In den Berichten von Anwendern fanden sich laut Kalkuhl auch schon Hinweise auf Erpressungsversuche. Beispiel „Gpcode“. Das Schadprogramm verschlüsselt Festplatten und macht damit den Rechner unbrauchbar. Für die Wiederherstellung der Daten verlangt der Virenschreiber Geld. Das Verschlüsselungsprogramm wurde gezielt an Personen verschickt, die in einer Jobbörse auf Arbeitssuche waren und im Dateianhang eigentlich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch wähnten.

Seite 6: Infektionen im Sekundentakt

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2006639)