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Malware-Programmierung dient finanziellen Interessen
Für Kalkuhl ein Indiz dafür, dass die Crimeware-Szene längst ihren Kinderschuhen entwachsen ist und mit viel krimineller Energie die Verbreitung von Malware vorantreibt: „Versierte Angreifer wollen damit Geld verdienen und nutzen jede Schwachstelle ihrer Opfer“, betont Kalkuhl.
Phantasie und Fähigkeiten der Malware-Szene konzentrieren sich immer stärker auf Massenmailing (Spam) über Bot-Netze oder das Ausspionieren von Datenbanken und Festplatten (Spyware). Auf dem Rückzug sind die klassischen Viren, die andere Dateien mit sich selbst infizieren, Systemabbrüche erzwingen oder Content einfach löschen.
Einstige Angstmacher wie das Makrovirus Michelangelo, Sobig oder Lovesan sowie Boot-Sektor-Viren, die per Diskette auf den Rechner gelangen, zielten darauf ab, den betroffenen Windows-Rechner lahmzulegen. „Die Cyber-Vandalen sind auf dem Rückzug, heute geht es mehr um Spionage oder Spam“, konstatiert Kalkuhl.
Cybercrime kommt auf leisen Sohlen
Die Zeit der Hacker-Freaks und Ego-Programmierer ist also vorbei. Mit dem Internet und der zunehmenden Vernetzung ist das Kapern von Computern und der Missbrauch von Internet-Clients und Web-Servern zu einem Geschäftszweig erblüht. Unter Computerviren versammeln sich unterschiedliche Konzepte und Programmtypen. Security-Experten sprechen von Malware (Malicious Software) und meinen damit die heute üblichen Spielarten von Schadcode.
Neben den klassischen Viren gibt es nach Beobachtungen der Schadcodefahnder immer häufiger so genannte Netzwürmer und trojanische Pferde, die meist den Weg über einen Netzwerkanschluss oder die Mailbox in das lokale System nehmen. Dabei geht es darum, die Kontrolle über den Computer per Fernadministration zu erlangen oder den infizierten Rechner als Spam-Maschine zu missbrauchen. In jedem Fall handelt es sich um Malicious Software (Malware), die schädliche Funktionen enthält und vom Anwender unbemerkt in Betriebssystemen und Applikationen ihr Unwesen treibt.
Seite 3: Würmer bohren sich tief ins System
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