Mit KI-Einsatz wachsen auch komplexe API-Angriffe. Traditionelle WAF-Lösungen sind zunehmend machtlos. Nur ein integrierter Ansatz aus API-Schutz, Web Application Firewall, Bot-Abwehr und DDoS-Protection bietet umfassende Sicherheit. So können Unternehmen APIs ganzheitlich und proaktiv absichern.
Eine umfassende API-Sicherheitsstrategie ist für Unternehmen nicht nur eine proaktive Maßnahme, sondern eine strategische Investition zum Schutz von Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit.
Der Anstieg bei der Nutzung von KI-Tools und GenAI-Applikationen sowie eigens entwickelten Large Language Models (LLMs) im Unternehmensumfeld trägt zum API-Wachstum bei. Die Analysten von Gartner prognostizieren, dass bis 2026 mehr als 30 Prozent der steigenden Nachfrage nach APIs über KI- und LLMs-Tools kommen werden.
Mehr APIs erfordern jedoch auch einen höheren Aufwand bei ihrer Verwaltung und vor allem ihrem Schutz vor Missbrauch – intern wie extern. Sicherheitsverantwortliche müssen dadurch zwangsläufig in die Absicherung von APIs investieren, tun sich jedoch schwer, denn der traditionelle Lösungsansatz über eine Web Application Firewall (WAF) reicht gegen moderne ebenfalls durch KI-getriebene Bedrohungen nicht mehr aus. Vielmehr bedarf es eines mehrschichtigen Ansatzes.
Spezialisierte Anbieter von API-Sicherheitslösungen bieten gezielte Lösungen zur Identifizierung und Implementierung spezifischer Sicherheitsmaßnahmen gegen API-Angriffe. Diese Lösungen können zwar effektiv sein, aber wenn man sich ausschließlich auf API-spezifische Schutzmaßnahmen verlässt, sind Unternehmen möglicherweise anfällig für Bedrohungen wie Datenschutzverletzungen, unbefugte Zugriffe von bösartigen Akteuren oder IT-Ausfälle.
Ein robusterer Ansatz besteht dagegen darin, die API-Sicherheit in ein umfassendes Paket von Anwendungssicherheitslösungen zu integrieren, wie eine Web Application Firewall (WAF), erweiterter Schutz gegen Bots und Schutz gegen DDoS-Angriffe. Sicherheitsverantwortliche stärken so ihre Fähigkeit, komplexe Angriffe mit mehreren Vektoren, einschließlich Reconnaisance- und Injection-Angriffen, zu erkennen und abzuwehren. Ein entscheidender Aspekt dieses Ansatzes besteht darin, die Angreifer bereits in der Aufklärungsphase zu stören und sie daran zu hindern, APIs auszunutzen und sensible Daten zu kompromittieren.
Die wichtigste Erkenntnis hierbei ist, wie bedeutend eine ganzheitliche Strategie für die Application Security ist. Die Kombination von API-spezifischen Maßnahmen mit umfassenderen Verteidigungsmaßnahmen schafft einen robusteren Schutzschild gegen die sich entwickelnden Bedrohungen der Cybersicherheit.
API-Gateways ermöglichen Unternehmen die schnelle Bereitstellung von APIs und fungieren als zentraler Kontrollpunkt für die effiziente Weiterleitung von API-Calls. Darüber hinaus bieten sie eine Plattform für die Implementierung von Anwendungsfällen, wie der Messung von API-Verbrauchsraten zu Monetarisierungs- oder Verwaltungszwecken. API-Gateways sind zwar für die Verwaltung und Optimierung des API-Verkehrs unverzichtbar, doch fehlt ihnen die Fähigkeit, Nutzerdaten aktiv zu prüfen, um Anomalien zu erkennen, die auf einen Angriff hindeuten könnten.
Unternehmen, die API-Gateways verwenden, profitieren von zusätzlichem Schutz durch eine Web Application & API Protection (WAAP)-Lösung. Dadurch wird sichergestellt, dass das gesamte Spektrum der API-Endpunkte vor potenziellen Bedrohungen geschützt ist. Diese Kombination hilft Sicherheitsverantwortlichen den API-Verkehr zu verwalten und Schwachstellen auf der API-Ebene zu erkennen.
Die Herausforderung besteht darin, dass Cyberbedrohungen, die auf APIs abzielen immer ausgefeilter werden. Daher reicht es nicht mehr aus, sich nur auf herkömmliche WAFs zu verlassen, um der komplexen Natur von API-Schwachstellen zu begegnen. Eine moderne WAF mit integriertem DDoS-Schutz erkennt und blockiert bekannte Signaturangriffe wie SQL-Injection, Remote Code Execution und die verschiedenen DDoS-Attacken. Doch moderne Webangriffe finden immer neue Wege, traditionelle WAFs zu umgehen. Sie können nicht zwischen böswilligen API-Aufrufen und legitimem API-Verkehr unterscheiden, was die Abwehr von Angriffen auf Schwachstellen oder automatisierten Attacken unwirksam macht. Eine effektivere Lösung beinhaltet die Integration von Sicherheitstechnologien, die API-Sicherheit, WAF, Bot-Schutz und DDoS-Schutz umfassen.
Der Grundgedanke hinter diesem Ansatz ist die Entwicklung einer ganzheitlichen Strategie zur Erkennung und Beseitigung von Bedrohungen, die auf exponierte APIs abzielen. Die vielschichtige Natur von API-Risiken, wie sie in den OWASP Top 10 API Security Risks beschrieben werden, macht eine umfassende Verteidigungsstrategie erforderlich. API Security konzentriert sich auf die einzigartigen Bedrohungen im Zusammenhang mit APIs, während WAF eine breitere Schutzschicht gegen verschiedene Webanwendungsangriffe bietet. Der Bot-Schutz ist für den Schutz vor automatisierten Angriffen unerlässlich. Der DDoS-Schutz wiederum ermöglicht die Verfügbarkeit von APIs bei sogenannten volumetrischen Angriffen.
Stand: 08.12.2025
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Dieser umfassende Ansatz zeigt nicht nur bekannte Schwachstellen auf, sondern bietet auch einen proaktiven Verteidigungsmechanismus gegen neue und zukünftige Bedrohungen.
API-Sicherheit erfordert einen strategischen und umfassenden Ansatz. Spezialisierte API-Sicherheitslösungen bieten zwar eine gezielte Verteidigung, würden jedoch einen besseren Schutz bieten, wenn sie in ein Security Framework integriert würden. API-Gateways sind zwar für die Verwaltung des API-Verkehrs von unschätzbarem Wert, profitieren jedoch von einer Kombination mit einer WAAP, um Anomalien auf der API-Ebene zu beheben.
Eine sich ständig wandelnde Bedrohungslandschaft beeinflusst darüber hinaus die weitere Entwicklung und Innovation der API Security. Das digitale Ökosystem – besonders unter dem Einfluss der KI – entwickelt sich immer weiter. Eine umfassende API-Sicherheitsstrategie ist deshalb nicht nur eine proaktive Maßnahme, sondern eine strategische Investition zum Schutz von Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit.
Über den Autor: Armin Simon ist Regional Director for Encryption Solutions Deutschland bei Thales.