Bisher werden Kennwörter bei Apple-Produkten im Betriebssystem gespeichert und mit Systemeinstellungen konfiguriert. Das soll sich jetzt ändern. Apple hat eine eigene App für die Kennwortverwaltung angekündigt, die nicht nur im ganzen Apple-Universum funktionieren soll, sondern auch unter Windows!
Auf der WWDC 2024 stellte Craig Federighi, Senior Vice President Software Engineering die neue Passwords-App für macOS, iOS, iPadOS, Vision OS und sogar Windows vor.
(Bild: Apple)
Die neue Passwort-App für macOS 15 und iOS 18 soll den bisher verwendeten Schlüsselbund ablösen. Anstatt die Kennwörter über das Betriebssystem zu steuern, soll es eine eigene App dafür geben. Diese soll auch dazu in der Lage sein, Kennwörter aus anderen Diensten zu importieren. Die neue Lösung soll die Bezeichnung "Apple Passwords" erhalten. Generell enthält die neue App die gleichen Funktionen, wie der bisherige Schlüsselbund, lässt sich aber flexibler verwalten, kann Daten importieren und ist auch als Authenticator-App nutzbar.
Wie bisher auch, lassen sich die Anmeldedaten aus der App direkt in Webseiten oder anderen Diensten einfügen. Natürlich wird die neue App kostenlos in die Betriebssysteme integriert. Ob auch ältere macOS- oder iOS/iPadOS-Versionen in den Genuss der App kommen, ist derzeit noch nicht klar. Da Apple aber nicht damit wirbt und natürlich seine neuen Versionen pushen möchte, ist zu erwarten, dass eine Portierung auf ältere Systeme noch etwas dauern dürfte oder überhaupt nicht kommt.
Konkurrenz für LastPass, KeePass und andere Passwort-Manager
Die neue Kennwort-App steht in direkter Konkurrenz mit gängigen Passwort-Verwaltungslösungen und soll einen ähnlichen Funktionsumfang bieten. Die Verwaltung mehrerer Kennwörter soll damit sicherer, einfacher und effektiver werden. Da bisher die Verwaltung in den Systemeinstellungen erfolgt ist, war die Lösung nicht sehr flexibel. Das soll sich jetzt komplett ändern. Apple Passwords soll die Bezeichnung der neuen Lösung sein. Basis ist iCloud Keychain. Damit lassen sich also Passwörter über iCloud zwischen verschiedenen Apple-Geräten synchronisieren.
Die Keynote zur Apple WWDC 2024 vom 10. Juni 2024. Start der Infos zu Apple Passwords ab 56:29.
(Quelle: Apple)
iCloud Keychain ist die Basis für Apple Passwords
Die iCloud Keychain ist ein integraler Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur des Apple-Ökosystems, das die Speicherung und Synchronisierung von Passwörtern, Kreditkartendaten und anderen sensiblen Informationen über alle Apple-Geräte hinweg ermöglicht. Diese Funktion nutzt eine End-to-End-Verschlüsselung, um sicherzustellen, dass nur der Benutzer auf seine gespeicherten Daten zugreifen kann. Der Verschlüsselungsprozess beginnt mit der Erstellung eines kryptografischen Schlüssels auf dem Gerät, der niemals in unverschlüsselter Form an Apple oder über das Netzwerk gesendet wird. iCloud Keychain speichert neben Passwörtern auch WLAN-Anmeldedaten, Internetformulardaten und Informationen zur Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Die Synchronisierung erfolgt über eine sichere Verbindung, wobei die Daten nur auf Geräten desselben Apple-IDs entschlüsselt werden können. Die Verwaltung von iCloud Keychain erfolgt über die Einstellungen der jeweiligen Geräte, wo Nutzer Passwörter anzeigen, hinzufügen oder löschen können. In Unternehmensumgebungen kann iCloud Keychain durch die Verwaltung über Mobile Device Management (MDM)-Lösungen zusätzlich abgesichert und an Unternehmensrichtlinien angepasst werden. Das gilt dann auch für Apple Passwords.
Apple plant darüber hinaus in Passwords auch eine Authenticator-Funktion zu implementieren, ähnlich wie bei Microsoft Authenticator oder Google Authenticator. Damit lassen sich in Zukunft auch Einmal-Codes für MFA-Umgebungen erstellen, ohne auf Drittanbieter-Apps setzen zu müssen. Es gibt anscheinend auch Pläne, dass die App für andere Betriebssysteme entwickelt werden soll, zum Beispiel für Windows. Hier ist aber zu erwarten, dass der Zugriff über die iCloud für Windows-App erfolgt, wie bisher auch.
Für die Vision Pro-Brille ist ebenfalls eine Version angedacht. Apple will die App außerdem übersichtlicher gestalten, als der bisherige Schlüsselbund. Anwender können die verschiedenen Daten in Kategorien unterteilen, zum Beispiel Passkeys, WLAN-Daten und Kennwörter. Außerdem können in der App auch Gruppen von Kennwörtern erstellt werden, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Ebenfalls dabei sind Filter und Suchfunktionen für Kennwörter.Es sind aktuelle keine Einschränkungen geplant, von welchen Diensten die neue Password-App Kennwörter speichern soll. Um als Authenticator-App erfolgreich zu sein, dürfte Apple Passwords aber von nahezu jedem Webdienst Kennwörter speichern können. Dazu kommt die enge Integration in die Familienfreigabe, sodass auch in Familien die einzelnen Mitglieder ihre Kennwörter in einer zentralen App speichern und bei Bedarf freigeben können. Standardmäßig hat natürlich jedes Familienmitglied Zugriff auf seine eigenen Kennwörter, die anderen Mitglieder und der Familien-Admin aber natürlich nicht.
Stand: 08.12.2025
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